Geographie, Klima und Umwelt
Die Slowakei grenzt auf einer Länge von insgesamt 1.355 km an Österreich (91
km), Polen (444 km), Tschechien (215 km), Ungarn (515 km) und die Ukraine (90
km) bei einer Fläche von 49.034 qkm. Die maximale Länge von West nach Ost
beträgt 428 km, die maximale Breite von Nord nach Süd 195 km. Die Slowakei liegt 48''40' Nord, 19''30' Ost; östlich von Tschechien und
Österreich, südlich von Polen, nördlich von Ungarn und westlich von der
Ukraine. Es gibt keine Verbindung zu einem Meer.
Die höchste Erhebung ist mit 2.654,4 m der Gerlach, auch Gerlsdorfer
Spitze (Gerlachovský Štít) genannt, in der Hohen Tatra. Neben dem Gerlach hat
die Slowakei noch einige weitere 2000er zu bieten, die vornehmlich in der Hohen
Tatra liegen. Die tiefste Stelle ist der Fluss
Bodrog bei Streda (94 m) an der Grenze zu Ungarn.
Der längste Fluss der Slowakei ist die Váh (deutsch: Waag), die mit rund 400
km Länge durch die halbe Slowakei fließt. Gespeist wird die Váh von der Biely
Váh (Weiße Waag), die in der Nähe des Touristenortes Štrbské Pleso in der
Hohen Tatra entspringt, und von der Čierny Váh (Schwarze Waag), deren
Quelle am Berg Kráľova Hoľa in der Niederen Tatra liegt. In der Nähe
von Liptovský Hradok werden die beiden Flüsse zur Váh, die anschließend an
einigen der größten slowakischen Städte wie Ružomberok, Martin, Žilina,
Považská Bystrica, Trenčín, Piešťany und Komarno
vorbeifließt wo sie letztlich an der Grenze zu Ungarn in die Donau mündet.
Der bekannteste Fluss der Slowakei ist die Donau, die größtenteils als
Grenzfluss zu Ungarn ca. 170 km durch die Slowakei fließt.
Die Slowakei hat einige Stauseen. Der größte ist der Orava, der nordöstlich
von Martin an der polnischen Grenze liegt, 35 km² groß und 38 m tief ist.
Bekannter ist vermutlich noch das Liptovská Mara, das bei Liptovský Mikuláš
unweit der Urlaubshochburg Hohe Tatra liegt. 45 km² der Slowakei sind von
Wasser bedeckt.
Bekannt ist die Slowakei außerdem für seine zahlreichen Thermalquellen, von
denen viele als Heilquellen genutzt werden. Auch die Höhlensysteme der Slowakei
haben weltweit.
31% der Fläche der Slowakei wird zum Ackerbau genutzt, 3% für Plantagen,
17% für Weideland und 41% besteht aus Wäldern. 8% wird auf sonstige Art genutzt, z.B.
für Wohnraum, Industrie etc. (zum Vergleich Deutschland: 33% Ackerbau, 1%
Plantagen, 15% Weideland, 31% Wälder und 20% sonstige Nutzung).
Bodenschätze
In der Slowakei findet man Braunkohle, kleine Mengen an Eisenerz, Kupfer und
Manganerz, Salz, Antimonerz, Quecksilber, Dolomite, Blei, Zink und Ziegelton.
Klima
Binnenländisches Klima mit trockenen, heißen Sommern und feuchten, kalten Wintern. Der kälteste Monat ist
der Januar, im Juli und im August ist es am wärmsten. In höheren Lagen liegt 130
Tage im Jahr Schnee. Die durchschnittliche Temperatur bewegt sich zwischen 0° C
im Januar und 21° C im Juli und im August. Die durchschnittliche
Höchsttemperatur liegt in den Sommermonaten bei ca. 25° C.
Umwelt
Luftverschmutzung geht in erster Linie von der Metallindustrie
aus. Die Abgase bergen Gesundheitsrisiken. Saurer Regen zerstört die Wälder
ähnlich wie in Deutschland. Das Atomkraftwerk Jaslovské Bohunice (50 km
nördlich von Bratislava) gilt als eines der unsichersten in Europa (siehe
Kraftwerke
in der Slowakei). Die
Slowakei hat sich verpflichtet, das Kraftwerk bis 2008 abzuschalten. Immerhin
nimmt man sich der Probleme endlich an, auch wenn es zwischen den einzelnen
Betrieben erhebliche Unterschiede in der Einstellung zum Umweltschutz gibt. Insgesamt
jedoch wurden in der Slowakei die Schwefeldioxid-Emissionen seit 1989 um 69%
reduziert. Auch dies ist ein Effekt der höheren Umweltstandards, die mit dem
EU-Beitritt der Slowakei einhergehen.
Letzte Änderung: 8.1.2005