Medien

Medien nehmen in unserer heutigen Gesellschaft eine bedeutende Stellung ein. Doch wie ist es in einem Land um die Medien bestellt, das lange Zeit sozialistisch war?

Viele Medien der Slowakei sind mittlerweile in privater Hand. Einmischungen der Politik in die Medienfreiheit wurden bis 1998 der Regierung  Mečiar nachgesagt. Zur Zeit wird die Tatsache, dass der ANO-Vorsitzende Pavol Rusko dem momentan größten  Fernsehsender «Markíza» vorsteht, kritisch beäugt. «Markíza» hält derzeit 70% Marktanteil und schon während der Parlamentswahlen 2002 galt die mögliche Ausnutzung des Senders durch seinen Besitzer Rusko als Problem. Letztlich konnte dessen Partei ANO bei diesen Wahlen dennoch nur 8% erringen. Rusko saß damit mit im aus vier Parteien bestehenden Regierungsbündnis. Doch 2006 konnte seine Partei nur noch 1,4% der Stimmen erreichen.

Auf der anderen Seite wurde «Markíza» auch als Gegenpol gesehen zu den öffentlich-rechtlichen Anstalten, in denen lange Zeit noch immer einzelne Anhänger Mečiars saßen, die seinerzeit in den Medienanstalten untergebracht wurden, um die damalige Regierung zu protegieren. So bezog «Markíza» schon früh Stellung gegen Mečiar. Einige Stimmen machen «Markíza» gar für den Erfolg der Opposition gegen Mečiar im Jahr 1998 verantwortlich. Diese Überlegungen spielen heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Der jetzige Regierungschef Fico gilt als Populist, der jedoch in der Bevölkerung sehr beliebt ist. Allerdings sorgten seine Überlegungen, der Regierung ein «Widerlegungsrecht» in den Medien gesetzlich festschreiben zu lassen für Aufsehen.

In der Slowakei ist die Zahl der Medienanstalten noch recht überschaubar. Neben «Markíza» haben das öffentlich-rechtliche Fernsehen «STV» sowie TV JOJ den größten Marktanteil. Auch beim  Radio kann sich der öffentlich-rechtliche Sender «Slovensko 1» unter den beliebtesten Sendern behaupten. Hier konnten aber auch einige Privatsender wie «Rock FM» größere Marktanteile gewinnen.

Bei den  Zeitungen wird die links ausgerichtete «Pravda» nach wie gerne gelesen wie auch die Zeitung «Narodna obroda» und das konservative Blatt «Sme». Die meist gelesene Zeitung ist jedoch das Boulevard-Blatt «Novy čas».

Es gibt zwei Nachrichtenagenturen in der Slowakei: Über die Navigation erreichen Sie Einzelheiten über die verschiedenen Medien.

Letzte Änderung: 17.8.2008
Die Slowakei im Net