Slowakei - Politik- und Wirtschafts-Nachrichten
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Neuordnung der slowakischen Regierung (Oktober 2011)
Nach dem
Scheitern der Vertrauensfrage für Ministerpräsidentin Iveta
Radičová wird es im März 2012 vorgezogene Neuwahlen geben. Nach
Verhandlungen der Parteichefs aller Parlamentsparteien mit Präsident
Ivan Gašparovič
bleibt Radičová noch bis März 2012 im Amt. Richard Sulík von der SaS wurde als
Parlamentspräsident abgesetzt, weil seine Regierungspartei die
Zustimmung zum Rettungsschirm verweigert hatte. Neuer
Parlamentspräsident wurde vorübergehend Pavol Hrušovský.
Mit dem Ausscheiden der SaS hat Radičová keine Mehrheit mehr im
Parlament und kann wichtige Entscheidungen nur mit Hilfe des
Präsidenten treffen. Eine Alternative zu der Minderheitsregierung gab
es
keine, denn auch
die oppositionelle Smer unter Robert Fico wollte bis zu den Neuwahlen
nicht an einer kommissarischen Regierung teilnehmen. Für die Neuwahlen
gilt Smer als haushoher Favorit.
Abstimmung über den Euro-Rettungsschirm (Oktober 2011)
Im Oktober 2011 befand die Slowakei über die Teilnahme am
Euro-Rettungsschirm. Ministerpräsidentin Iveta
Radičová hatte eine Ablehnung mit der Vertrauensfrage verbunden und
schied somit aus dem Amt aus, nachdem im ersten Wahlgang die
erforderliche Mehrheit fehlte. Im zweiten Wahlgang wurde die
erforderliche Mehrheit dann mit den Stimmen der Opposition erreicht.
Oppositionsführer Robert Fico, der eigentlich für den Rettungsschirm
war, hatte die Zustimmung im ersten Wahlgang verweigert, weil er
Neuwahlen erzwingen wollte.
Rückblick: Neue Regierung in der Slowakei (Juli 2010)
Im Juli 2010 wurde in der Slowakei eine neue Regierung gebildet.
Iveta
Radičová ist damit die erste weibliche Regierungschefin der
Slowakei. Weitere Informationen finden Sie
hier.
Rückblick: Kritik an der verschlechterten Pressefreiheit in der
Slowakei
(Oktober 2009)
2009 verlor die Slowakei im Ranking der Reporter ohne Grenzen 37 Plätze
und fiel damit auf Platz 44 zurück.
Diskussion
im Forum
Rückblick: Präsidentschaftswahlen 21. März und 5. April 2009
Am 21.3.2009 fanden in der Slowakei Präsidentschaftswahlen statt. Dazu
hatten sich 7 Kandidaten aufstellen lassen. Nur zweien von ihnen wurden
reelle Chancen eingeräumt:
1.) dem 67-jährigen Amtsinhaber
Ivan Gašparovič
2.) seiner 52-jährigen Rivalin
Iveta
Radičová
Die ehemalige Arbeits- und Sozialministerin wurde von drei
konservativen Oppositionsparteien aufgestellt und gilt als
Geheimfavoritin. Gašparovič ist zwar sehr populär. Trotzdem zweifelten
viele daran, dass er in der ersten Runde die erforderlichen 50 Prozent
der Stimmen erreichen kann. Und diese Einschätzung bewahrheitete sich.
Nach der ersten Runde lag Ivan Gašparovič nur knapp vor Iveta Radičová,
was von Experten als Ohrfeige für die amtierende Regierung gewertet
wurde. Die beiden verbliebenen Kontrahenten traten am 5. April in einer
Stichwahl erneut gegeneinander an. Gašparovič konnte sich mit 55% nur
knapp durchsetzen, geht aber trotzdem in die Geschichte ein, als erster
Präsident der seit 1993 bestehenden Slowakei, der zwei Amtszeiten in
Folge erlebt.
Präsidentschaftswahlen
Slowakei 2009 im Slowakei-Net.de-Forum
Rückblick: Der Euro wird neue Währung in der Slowakei (1. Januar
2009)
Nach anfänglicher Skepsis der Bevölkerung findet der Euro in der
Öffentlichkeit zum Start der neuen Währung breite Zustimmung. Der Euro
scheint zum richtigen Zeitpunkt zu kommen. Die weltweite
Wirtschaftskrise wäre ohne den Beitritt zur Eurozone vermutlich
deutlich abgewertet worden. So jedoch ist der Wechselkurs von 30,1260
SKK festgeschrieben, was dem kleinen Staat in schwierigen
Rahmenbedingungen ein Plus an Stabilität bringt.
Rückblick: EU beschließt Euro-Umtauschkurs für Slowakei (Juni/Juli
2008)
Nach den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union stimmten
im Juli auch die EU-Finanzminister einstimmig dem Beitritt der Slowakei
zum gemeinsamen Währungsgebiet mit dann gut 325 Millionen Menschen zu.
Der EURO wird somit am 1. Januar 2009 zur offiziellen Währung in der
Slowakei. Der Wechselkurs wurde auf 30,126 Kronen je Euro festgelegt.
Die Währungsunion wird damit auf 16 Länder wachsen. Die Slowakei ist
nach Malta, Slowenien und Zypern das vierte der neuen EU-Länder, das
der Euro-Zone beitritt. Im Vorfeld des Entscheids zur Euro-Einführung
wurde die slowakische Währung bereits um rund 17 Prozent aufgewertet.
Der Grund für die Aufnahme der Slowakei in den EURO-Club sind wohl die
hohen Wachstumsraten der letzten Jahre. Weitere Beitrittskandidaten
gibt es in nächster Zeit nicht.
Rückblick: Die Slowakei tritt dem Schengener Abkommen bei (Dezember
2007)
Ab 21.12.2007 fallen die Grenzkontrollen zwischen der Slowakei und den
anderen Staaten des
Schengener
Abkommens. Die Kontrollen im Flugverkehr werden jedoch noch bis
März 2008 aufrecht erhalten.
Rückblick: Vorgezogene Parlamentswahlen (Juni 2006)
Die vorgezogenen
Parlamentswahlen 2006 haben einen Regierungswechsel
herbeigeführt. Róbert Fico vereinigt mit seiner Partei Smer (Richtung)
29,1 % der Stimmen auf sich und kommt damit auf 50 von 150
Parlamentssitzen. Der bisherige Regierungschef Mikuláš Dzurinda kam mit
seiner Partei SDKÚ auf überraschende 18,4 %. Fico wurde nun mit
der Regierungsbildung beauftragt.
Rückblick: Diskussion um unzureichende Maßnahmen gegen Vogelgrippe
(Oktober 2005)
In der Slowakei ist eine Diskussion um unzureichende Maßnahmen gegen
eine mögliche Vogelgrippe-Pandemie entbrannt. Es gebe keinen Krisenplan
und nicht genügend Impfstoff im Falle einer Pandemie. Auch auf die
Aufforderung der Weltgesundheitsorganisation habe die Slowakei mit
Verspätung reagiert, kritisierte der Slowakische Virologe Prof. Fedor
Ciampor. Der Staatsbeauftragte für Hygiene musste darauf hin
zurücktreten. Gesundheitsminister Zajac hält die Kritik dagegen für
überzogen und warnte vor einer Panik.
Rückblick: Wirtschaftsminister Pavol Rusko entlassen (September
2005)
Der Wirtschaftsminister der Slowakei Pavol Rusko wurde wegen
undurchsichtiger Finanztransaktionen entlassen. Es war auch von
Amtsmissbrauch bei den Verhandlungen über die Anteile an der
Öltransportfirma Transpetrol mit dem russischen Ölkonzern Yukos die
Rede. Anschließend wurde auch Ruskos Partei ANO aus der
Regierungskoalition ausgeschlossen und durch die Gruppe um Lubomir
Lintner ersetzt. Gesundheitsminister Zajac und Kultusminister Toth,
ebenfalls Angehörige der Partei ANO, bleiben aber im Amt.
Der Vorgang, der zu einer tagelangen Beschlussunfähigkeit des
Parlaments geführt hatte, zog zahlreiche Klagen unter den
Parlamentsmitgliedern nach sich. Zudem wurden immer wieder vorgezogene
Neuwahlen ins Gespräch gebracht, die Premier Dzurinda aber zunächst
ausschloss.
Rückblick: Ministerpräsident Dzurinda entgeht Misstrauensvotum
(Juli 2005)
Der Nationalrat (das slowakische Parlament) der Slowakei hat Premier
Dzurinda weiterhin das Vertrauen ausgesprochen. Das von Smer-Chef
Róbert Fico eingebrachte Misstrauensvotum scheiterte damit. Der
Abstimmung war eine heftige Debatte im Nationalrat vorausgegangen, die
sich zuletzt zu einem Duell zwischen Fico und dem ehemaligen Premier
Mečiar zuspitzte. Mečiar hatte den Standpunkt vertreten, dass das
Parlament bei einem Misstrauensvotum zur Propagierung der Partei Smer
missbraucht würde.
Rückblick: Streit um die Position der Slowakei im Irak
Smer-Chef
Róbert Fico hat die slowakische Regierung für ihre
Entscheidung kritisiert, bei möglichen Entführungen slowakischer
Soldaten nicht mit den Terroristen zu verhandeln. Damit folgte Premier
Dzurinda einem Aufruf der bulgarischen Regierung unter den Verbündeten
im Irak. Fico akzeptierte nicht, dass die Regierung vor der
Verlautbarung der Entscheidung nicht das Parlament konsultiert habe.
Dzurinda erklärte seinerseits, die Aussagen Ficos seien «für die
Slowakei sehr schädlich». Die slowakischen Soldaten befänden sich auf
Einladung der irakischen Regierung im irakischen Krisengebiet und
beteiligen sich vor allem an Entmienungsarbeiten.
Rückblick: EURO-Einführung und Atomkraft
Die Slowakei will laut Finanzminister Ivan Mikloš bis 2008, spätestens
jedoch bis 2009 der Euro-Zone beitreten. Dazu muss die Neuverschuldung
bis 2006 bzw. 2007 unter die Marke von drei Prozent des
Bruttoinlandproduktes gesenkt werden. Zwei Jahre nach der Erfüllung der
Maastricht-Kriterien ist für die Slowakei die Einführung der
Einheitswährung theoretisch möglich.
Für Kritik hat eine Aussage des slowakischen Wirtschaftsministers Pavol
Rusko gesorgt. In einem Interview mit einem österreichischen
Radiosender hatte Rusko geäußert, die Slowakei wolle kein
Stromimporteur werden. Das Atomkraftwerk Mochovce werde auf jeden Fall
fertig gestellt. Vor allem in Österreich, das als Nachbarstaat direkt
betroffen wäre, sieht man das Vorhaben der Slowaken als Vertrauensbruch
- ging es bei den Beitrittsverhandlungen der Slowakei zur EU doch stets
um frühzeitige Stilllegungen der Atomkraftwerke.
Rückblick: Präsidentschaftswahlen im April 2004
Ex-Parlamentspräsident Ivan Gašparovič (63) konnte
sich in der Stichwahl der Präsidentschaftswahlen am 17.4.2004
überraschend durchsetzen. Er vereinigte 59,91 Prozent der Stimmen auf
sich und gewann damit klar gegen Ex-Ministerpräsident Vladimir Mečiar
(61). Der Sieger des ersten Wahlganges kam nur auf 40,09 Prozent der
Stimmen.
Experten sehen den Grund für Gašparovičs Wahlsieg in der Angst vor
einer erneuten außenpolitischen Isolation der Slowakei, die ein
Wahlsieg
Vladimír
Mečiars
nach dem Glauben der Wähler mit sich gebracht hätte.
Ivan
Gašparovič wird zwar von vielen Slowaken nicht viel anders
eingestuft als sein langjähriger Weggefährte und ehemaliger
Parteifreund. Doch ist man sich bewusst, dass Gašparovič im Ausland
weniger bekannt ist. Gašparovič wird nun an seinen Taten gemessen
werden. Der neue Präsident hatte gleich nach seinem Wahlsieg
angekündigt, «Präsident aller Slowaken» sein zu wollen. Nebenbei sei er
von seinem hohen Vorsprung bei der Wahl überrascht gewesen.
In der Tat hatten viele Beobachter den Ausgang vor der Wahl als «völlig
offen» bezeichnet. Überhaupt kam es schon einer - wenn auch traurigen -
Sensation gleich, dass Gašparovič überhaupt in die Stichwahl einziehen
konnte. Mečiars Teilnahme an der zweiten Abstimmung hatten dagegen
viele bereits vorhergesehen. Nun votierten die Wähler wieder einmal für
«das kleinere Übel». Schuld an dem Dilemma ist ohne Zweifel die
angeschlagene Regierungskoalition, die zeitgleich mit der
Präsidentschaftswahl einen Volksentscheid über vorgezogene
Parlaments-Neuwahlen wegen zu geringer Wahlbeteiligung überlebte. Die
Zerstrittenheit innerhalb der Koalition und der Unmut über die als
unsozial empfundenen Reformen schreckte vermutlich viele Wähler ab oder
ließ sie zu einem der beiden oben erwähnten Kandidaten überlaufen. Dazu
kam, dass Christdemokraten und die Ungarn-Partei lieber ihren eigenen
Kandidaten aufstellten (Mikloško) als den aussichtsreichen
Außenminister Eduard Kukan zu unterstützen. Dieses muss als eine
gewisse Art von politischem Dilettantismus gewertet werden. Zumal, wenn
man weiß, dass Kukan im Ergebnis nur wegen fehlender 0,18 Prozentpunkte
den Sprung in den zweiten Wahlgang verpasst hat. Dort wäre er dann
haushoher Favorit gewesen.
Aber auch die geringe Wahlbeteiligung an den Präsidentschaftswahlen von
43,5% kann als rund für das verhältnismäßig erfolgreichere Abschneiden
Mečiars und Gašparovičs gesehen werden. Letzterem half wohl auch die
Unterstützung der zur Zeit populärsten Partei «Smer». Fragwürdig
jedoch, warum sich so wenige Slowaken für das Schicksal ihres Landes
interessieren.
Nun also Gašparovič. Der neue Amtsinhaber kündigte schon einmal an, er
wolle zu einer Verbesserung der Beziehungen zwischen Staatspräsident,
Regierung und Parlament beitragen. Sein Vorgänger Rudolf Schuster hatte
in den vergangenen Jahren 150 Mal sein Veto gegen bereits beschlossene
Gesetze eingelegt. Viele Experten befürchten, dass Gašparovič sein Amt
in ähnlicher Weise ausüben könnte, zumal der Smer-Vorsitzende
Róbert Fico äußerte, er
hoffe aufgrund der Kooperation mit Gašparovič auf einen starken
Oppositionsblock.
Fazit: Die Politik in der Slowakei hat in den letzten Jahren einen
demokratischen Status erreicht, doch sind die Machtverhältnisse
undurchschaubar und können sich täglich ändern. Noch gibt es zu viele
Gruppierungen und Interessen, als dass eine Regierung solide an einem
Ziel arbeiten könnte. Die aktuelle Regierung war schon vor der Wahl
wackelig. Gašparovičs Sieg hat ihre Situation nicht verbessert. Mit der
Abwendung des Referendums für vorgezogene Neuwahlen des Parlaments, ist
die Slowakei zudem an einer politischen Katastrophe vorbei geschrammt.
Ein Staat, dessen Regierung jederzeit vom Volk durch eine direkte
Abstimmung abgewählt werden kann, wäre letztlich unregierbar. Und damit
hätte die Slowakei auch im Ausland alles Vertrauen verspielt, das sie
sich in den letzten Jahren erarbeitet hatte.
Vor der Wahl
12 Bewerber stritten um die Stelle des ersten Mannes in der Slowakei.
Zu den aussichtsreichen Kandidaten zählten neben Außenminister
Eduard Kukan
auch der ehemalige Präsident

Vladimir Mečiar sowie
Amtsinhaber Schuster. Bei der kleinen Abstimmung auf Slowakei-Net.de
konnte Schuster knapp ein Drittel der Stimmen auf sich vereinen während
Kukan mit rund 18% und Mečiar mit knapp 10% relativ abgeschlagen waren.
Auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ war, so wird doch deutlich,
dass Schuster hierzulande großes Vertrauen genießt. In der Slowakei ist
dies jedoch anders. Vor allem die jungen Wähler sehen in ihm in erster
Linie ein ehemaliges KP-Mitglied. Eduard Kukan wurden die besten
Chancen auf das Präsidentschaftsamt zugerechnet, kann er doch auf eine
Laufbahn als Diplomat in Washington und Äthiopien und Sambia
zurückblicken. Ab 1990 vertrat er die Tschechoslowakei in New York als
UN-Botschafter und war 1994 Außenminister der Regierung Morávčík. Seit
30.10.1998 ist er erneut Außenminister der Slowakei. Der dritte
Kandidat, Mečiar, galt als Favorit für den Einzug in die Stichwahl der
besten beiden Kandidaten. Dort wurden ihm allerdings nur geringe
Chancen zugerechnet, weil sein dortiger Gegner dann die Stimmen der
zahlreichen Mečiar-Gegner auf sich vereinen dürfte. Nach
Bekanntwerden von Gašparovičs Einzug in die zweite Runde galt die
Stichwahl dann jedoch als offen.
Folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der kleinen Umfrage auf
Slowakei-Net.de aus dem letzten Jahr, die Zahlen der Meinungsumfragen
und schließlich die Endergebnisse.
| Kandidat |
Slowakei-Net |
Ende 2003 |
1/04 |
2/04 |
1. Wahl |
2. Wahl |
| Ivan Gašparovič |
--- * |
12,4% |
12,4% |
13,7% |
22,28% |
59,91% |
| Vladimir Mečiar |
10% |
25,7% |
18,5% |
23,1% |
32,74% |
40,09% |
| Eduard Kukan |
18% |
18,5% |
25,7% |
27,5% |
22,1% |
--- |
| Rudolf Schuster |
31% |
17,4% |
17,4% |
17,5% |
7,43% |
--- |
| František Mikloško |
6% |
4,2% |
4,2% |
4,7% |
6,52% |
--- |
| Martin Bútora |
5% |
4,6% |
4,6% |
6,1% |
6,51% |
--- |
| Ľubo Roman |
--- |
7,1% |
5,4% |
7,1% |
<1% |
--- |
| Ján Králik |
--- |
0,8% |
0,8% |
0,5% |
<1% |
--- |
| Jozef Kalman |
--- |
0,7% |
0,7% |
0,5% |
<1% |
--- |
| Stanislav Bernát |
--- |
0,2% |
0,2% |
0,4% |
<1% |
--- |
| Jozef Šesták |
--- |
0,2% |
0,2% |
0,5% |
<1% |
--- |
| Július Kubik |
--- |
0,1% |
0,1% |
0,1% |
<1% |
--- |
| Wahlbeteiligung |
|
|
|
|
47,94% |
43,5% |
* Zur Zeit des Umfrage-Starts auf Slowakei-Net.de im Jahr 2003 stand
Gašparovič noch nicht als Kandidat fest.
Rückblick: 1. Quartal 2004
Kurzinfo: Die Slowakei ist seit 29.3.2004 Mitglied der NATO.
Der Beginn des Jahres 2004 bringt in der Slowakei systembedingte
politische Probleme zutage. Da wird um die Absetzung des anerkannten
Ministers Ivan Mikloš gerangelt und Präsident Schuster will im Zuge der
Präsidentschaftswahlen im April auch ein Referendum über vorgezogene
Parlamentswahlen erzwingen. Seit Anfang Dezember 2003 sind die
Machtverhältnisse in der Slowakei instabil. Nachdem zuvor bereits drei
Abgeordnete das Regierungsbündnis verlassen hatten, sind nun weitere
sieben Abgeordnete unter Führung des ehemaligen Verteidigungsministers
Šimko aus der Partei SDKU ausgetreten. Diese Gruppe will offensichtlich
den Rücktritt von Ministerpräsident
Mikuláš
Dzurinda erreichen, für den die Luft in der Tat immer dünner wird,
denn die Regierung verfügt jetzt nur noch über 68 der 150 Abgeordneten.
In den wichtigsten Reformabstimmungen hatten die ehemaligen
Koalitionäre unter ihrem Vorsitzenden Šimko, die jetzt als «Freies
Forum» antreten, zwar mit dem Regierungsbündnis gestimmt, doch die
Forderungen nach einem Rücktritt Dzurindas wurden kürzlich erneuert,
als über die Aufnahme der neuen Partei in das Regierungsbündnis
diskutiert wurde. Das mögliche Misstrauensvotum gegen Finanzminister
Mikloš würde Dzurinda noch mehr unter Druck setzen.
Derweil unterstützt Robert Fico von der oppositionellen Partei
Smer, die in den
Umfragen zur Zeit mit 26,5% die stärkste Kraft ist, die Idee von
Präsident Schuster, die Slowaken am 3.4.2004 abstimmen zu lassen, ob es
vorgezogene Parlamentschaftswahlen geben soll. Smer wäre jedoch neben
der neuen Šimko-Partei die einzige Partei, die für eine
Regierungsbeteiligung in Frage käme. So gesehen spricht derzeit vieles
für vorgezogene Parlamentswahlen. Experten glauben jedoch, dass
das Referendum an einer zu geringen Wahlbeteiligung scheitern wird,
weil die Bevölkerung mögliche Neuwahlen nicht als die Lösung der
aktuellen politischen Probleme ansieht.
Trotzdem bleibt das Regierungsbündnis einstweilen auf wackeligen Füßen.
Schon während der letzten Legislaturperiode zerfiel eine der
Regierungsparteien unter Ministerpräsident Dzurinda. Im Jahr 2000
gründete Dzurinda nach einem Streit innerhalb der KDH die Partei SDKU.
Diesmal könnte Dzurinda zum Leidtragenden einer Abspaltung werden,
zumal die oppositionellen Parteien Smer und HZDS in der momentanen
Wählergunst die ersten beiden Plätze belegen, während im
Regierungsbündnis zur Zeit ausgerechnet die Partei der ungarischen
Bevölkerungsminderheit (SMK) am besten abschneidet.
Flat Tax
Nachdem zu Jahresbeginn die «Flat-Tax» von 19% auf alles (Einkommens-,
Körperschafts- und Umsatzsteuer) eingeführt worden war, wurden auch die
Gesetze der Sozialversicherung geändert. Arbeitslose erhalten nun nur
noch 6 Monate lang 50% ihres Gehalts, jedoch nur dann, wenn sie
innerhalb der letzten vier Jahre drei Jahre erwerbstätig waren. Kranke
erhalten in den ersten drei Tagen ihrer Krankheit nur noch 25% ihres
Gehalts, danach 55%. Das Rentenalter wird schrittweise auf 62 Jahre
heraufgesetzt und die Rentenfinanzierung wurde geändert: Jeder Neuling
auf dem Arbeitsmarkt zahlt seine Versicherungsbeiträge zur Hälfte in
private und staatliche Vorsorge. Bei den restlichen Arbeitnehmern ist
der Umstieg in das neue System freiwillig. Die Finanzierungslücke, die
in der staatlichen Vorsorge entsteht, weil junge Menschen nur noch die
Hälfte ihrer Beiträge in das System einzahlen, will die Regierung mit
Erträgen aus der Privatisierung decken.
Die Flat-Tax ist inzwischen teils heftiger Kritik ausgesetzt, weil
damit die Mehrwertsteuer um 5% angestiegen ist. Damit werden Produkte
des täglichen Bedarfs (Lebensmittel) aber auch Mieten und
Dienstleistungen erheblich teuerer, was vor allem die niedrigen
Einkommen belastet, die aus der geringeren Einkommenssteuer keine
Vorteile haben. Dagegen profitieren vor allem Spitzenverdiener mit
einem bisherigen Höchststeuersatz von 38% und Unternehmen mit einem
bisherigen Steuersatz von 25%. Geringverdiener müssen bei der
Einkommenssteuer sogar mehr bezahlen als bisher, denn der
Eingangssteuersatz lag vor der Reform bei 10%. Um die Belastungen der
Geringverdiener ein wenig zu mildern gibt es jedoch einen relativ hohen
Freibetrag von 6.732 SKK (ca. 165 Euro). Zum Vergleich: das monatliche
Durchschnittseinkommen liegt bei ca. 13.000 SKK (ca. 320 Euro).
Immerhin: Der Einheitssatz macht die Steuerhinterziehung schwieriger.
Die Flat-Tax soll auch dazu führen, dass jährliche Staatsdefizit in den
Bereich der nach den Maastricht-Kriterien zulässigen 3% zu drücken. Die
Slowakei will bis 2008 den Euro einführen. Doch den Menschen im Osten
der Slowakei sind diese Ziele zu abstrakt. Für manchen geht es dort um
die bloße Existenzsicherung. Bei zum Teil über 30% Arbeitslosigkeit und
geringer Einkommen werden hier die Reformen als besonders hart
empfunden, da sie sich in erster Linie durch die Erhöhung der Mehrwert-
und Energieverbrauchssteuern ausdrücken. Und die Ansiedlung
ausländischer Investoren wird im Osten des Landes wohl noch einige Zeit
auf sich warten lassen.
Rückblick 2003: EU-Beitritt, Krieg gegen den Terror, etc.
Dezember: Slowaken können seit Dezember visafrei in die Republik Irland
einreisen. Zudem wurde im Dezember ein Generalkonsulat in New York
eröffnet. Im Sommer 2004 soll ein weiteres Konsulat in Los Angeles
folgen.
Oktober: Regierungschef Dzurinda fordert beim EU-Ministertreffen in Rom
fünf Änderungen an der EU-Verfassung: die Erhaltung des Rechts auf
einen eigenen EU-Kommissar, die Änderung des Abstimmungssystems
zugunsten der kleineren Staaten, Erreichen eines Vetorecht, Klärung der
Rotation des EU-Vorsitzes und die Erwähnung christlicher Werte in der
EU-Präambel. Insbesondere die Änderung des Abstimmungssystems und das
Erreichen eines Vetorechts dürften jedoch wohl kaum durchzusetzen sein.
Die Demokratische Union hat den 28.10. als neuen Staatsfeiertag
vorgeschlagen. Am 28.10.1918 entstand die Tschechoslowakische Republik.
Auch in Tschechien ist der 28.10. ein Feiertag. Sollte der neue
Feiertag eingeführt werden, wird entweder der 1.5. oder ein kirchlicher
Feiertag gestrichen, da die Slowakei mit fünf Staatsfeiertagen und 10
Ruhetagen bereits zu den Staaten mit der höchsten Anzahl von Feiertagen
gilt.
April:
Mikuláš Dzurinda und
Rudolf
Schuster unterzeichneten am 16.4. in Athen den EU-Beitrittsvertrag
für die Slowakische Republik. Die meisten Parteien der Slowakei
reagierten darauf erwartungsgemäß mit positiver Zustimmung. Aus diesem
Anlass trafen der slowakische Justizminister Daniel Lipsic und sein
tschechischer Kollege Pavel Rychetsky zusammen, um eine Anpassung der
Rechtsnormen an das EU-Recht abzustimmen. Beide Staaten verfügen ja
noch immer über ein in weiten Teilen identisches Rechtssystem.
Februar: Der Irak-Krieg beherrschte das Tagesgeschehen. Die Regierung
der Slowakischen Republik fuhr einerseits einen pro-amerikanischen
Kurs, hielt sich andererseits beim Thema Irak-Krieg zurück. Dies hat
mehrere Gründe. Zum einen war die überwiegende Mehrheit der Slowaken,
nämlich ca. 90%, gegen einen Irak-Krieg, zum anderen wollte die
Regierung auch ihre künftigen EU-Partner, allen voran den größten
Handelspartner Deutschland, nicht vor den Kopf stoßen. Eine Zwickmühle,
denn auf der anderen Seite will sich die Slowakei auch als treuer
NATO-Bündnispartner profilieren. Das schnelle Ende des Irak-Krieges
könnte die slowakische Regierung aus der Bredouille befreien, denn die
Zustimmung für den NATO-Beitritt bröckelte während des Krieges. Nur
noch 46% der Slowaken waren zuletzt für einen NATO-Beitritt, 48%
dagegen.
Rückblick, Ende 2002: Die Slowakei auf dem Weg in die EU
Mikuláš Dzurinda steht vor schweren Aufgaben: Die
Arbeitslosigkeit ist seit 1999 um über drei Prozent gestiegen,
Schwarzarbeit und Korruption steigen, auf dem Arbeitsmarkt und in der
Wirtschaftsstärke herrschen starke regionale Unterschiede und das
momentane Haushaltsdefizit könnte den EU-Beitritt zum Scheitern
bringen. Nun hat die neue Regierung schmerzhafte Reformen angekündigt.
Ein eiserner Sparkurs soll die Slowakei in die EU führen. Dies wiederum
wurde von der EU sehr positiv aufgenommen, auch wenn Eric van Linden,
der Leiter der EU-Vertretung in Bratislava, Reformen in den Bereichen
Justiz und Verwaltung fordert und den Kampf gegen die Korruption
anmahnt.
Experten gehen davon aus, dass der harte Sparkurs in der Bevölkerung
auf Widerstand stößt. Vor allem bei den Bevölkerungsteilen, die
Entlassung oder Verlust von Begünstigungen befürchten muss. Betroffen
sein werden in erster Linie Staatsbedienstete, Lehrer, Ärzte und
Sanitätspersonal.
Unterdessen wird die schnelle Einigung der Regierungsparteien auf eine
Koalitionsvereinbarung als gutes Zeichen gewertet. Vor vier Jahren
gingen mehr als ein Monat ins Land, bis Dzurinda mit einer
Minderheitsregierung drohen musste, um die Koalition auf eine
gemeinsame Linie einzuschwören. In der Folge gab es jedoch Zerwürfnisse
zwischen den Regierungsparteien und Mitte 2000 löste Dzurinda gar seine
eigene Partei, die SDK, auf und gründete die heutige Regierungspartei
SDKU. Insofern ist in dieser Legislaturperiode eine stabile Regierung
zu erwarten, da alle Koalitionsparteien ähnliche Ziele verfolgen.
Einzige Überraschung war in diesem Zusammenhang der Verzicht der SMK
auf eine Entschädigung der ungarischen Bevölkerung für die 1945
erfahrene Verfolgung im Zusammenhang mit den Beneš-Dekreten. Doch der
Verband der slowakischen Ungarn hat bereits angekündigt, sich mit
dieser Übereinkunft nicht zufrieden zu geben. Mindestens eine Erklärung
der politischen Führung der Slowakei, die die den Ungarn zugewiesene
Kollektivschuld aufhebt, sei erforderlich.
Außenpolitisch steht die slowakische Regierung dagegen nach wie vor
glänzend da. Lob von EU und NATO, Lob von Vladimir Spidla, dem
tschechischen Ministerpräsidenten. Dieser bezeichnete die
tschechisch-slowakischen Beziehungen als «nach wie vor ausgezeichnet» -
und will die Aufnahme der Slowakei in die NATO unterstützen.
Unterdessen jedoch ist die Zustimmung zum NATO-Beitritt in der
Bevölkerung auf 52% abgeschmolzen.
Rudolf Schuster, der Staatspräsident der Slowakei,
versucht derweil Partner für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zu
finden und verhandelte deshalb mit dem libanesischen Präsidenten Emile
Lahoude. Außerdem traf er mit dem ehemaligen UNO-Generalsekretär Butrus
Butrus Ghali zusammen.
Rückblick, November 2002: Regierungsbildung und anstehende Aufgaben
Der neue Nationalrat steht. Die Vorsitzenden der Parlamentsparteien
Mikuláš
Dzurinda (SDKU), Bela Bugar (SMK), Pavol Hrušovský (KDH), Pavol
Rusko (ANO),
Vladimír
Mečiar (HZDS), Róbert Fico (Smer) und Jozef Sevc (KSS) haben sich
auf die Zusammensetzung der neuen Regierung geeinigt. Diese wird 16
Mitglieder haben, davon entfallen 6 Mandate auf die SDKU, 4 erhält die
SMK und KDH sowie ANO erhalten je 3. Die SDKU, stärkste Partei der
Koalition, wird die Ministerien für Finanzen, Verteidigung und Äußeres
erhalten. Mikuláš Dzurinda wird erwartungsgemäß weiterhin
Premierminister bleiben. Außenminister bleibt
Eduard Kukan.
Damit ist für die NATO und auch die EU sichergestellt, weiter mit
berechenbaren und bekannten Größen zu verhandeln. Finanzminister wird
Ivan Mikos, der Posten des Verteidigungsministers wurde Ivan Simko
zugesprochen.
Die Koalitionsparteien einigten sich auf den Christdemokraten Pavol
Hrušovský als Nationalratsvorsitzenden. Zu stellvertretenden
Vorsitzenden wurden Bela Bugar (SMK), Zuzana Martinakova (SDKU), Pavol
Rusko (ANO) und Viliam Veteska (HZDS) ernannt. Die Christdemokratische
Bewegung (KDH) darf zudem den neuen Innenminister stellen. Die Partei
nominierte Vladimir Palko für dieses Amt. Daneben wird die KDH die
künftigen Schul- und Justizminister stellen. Der erst 29-jährige
künftige Justizminister Daniel Lipsic ist der jüngste Minister in der
noch jungen slowakischen Geschichte. Die Ungarische Koalition (SMK)
stellt den Vizepremierminister Pal Csaky. Zudem erhält sie die Ressorts
der Regionalentwicklung, der Umwelt und der Bodenwirtschaft. Die
Allianz des neuen Bürgers (ANO) erhielt die Ministerien für Wirtschaft,
Gesundheitswesen und Kultur. Bedenklich ist in diesem Zusammenhang,
dass der Parteivorsitzende Pavol Rusko Inhaber des TV-Senders Markíza
ist. Auch wenn Rusko betont, den Posten bekäme jemand, der »nie etwas
mit Fernsehen zu tun hatte«, so ist ein Interessenskonflikt dennoch
nicht ausgeschlossen.
Unterdessen lobte die NATO das Votum der slowakischen Bevölkerung.
Sogar George W. Bush griff zum Telefonhörer und gratulierte Mikuláš
Dzurinda zur Wiederwahl. Ein Novum für das kleine osteuropäische Land,
das in den Augen der USA zuvor keinerlei politische Bedeutung hatte.
Mag sein, dass der drohende Irak-Konflikt seinen Teil dazu beigetragen
hat. Steht doch die slowakische Regierung hundertprozentig hinter der
Politik der USA. Ein Tatbestand, den Bush dieser Tage in Europa nicht
allzu oft antrifft.
Die slowakische Bevölkerung hat mit ihrer Abstimmung ein klares Votum
abgegeben (siehe
Wahlen 2002). Die Slowaken wollen den EU- und den
NATO-Beitritt. Doch dies sind nicht die einzigen Probleme der jungen
Republik. Die nächste Regierung muss vor allem die hohe
Arbeitslosigkeit und die regionalen Unterschiede in den Griff bekommen.
Dzurinda hat noch einmal eine Chance erhalten. Die Slowaken haben bei
der Wahl klar unterschieden zwischen Reform-Bremsern und denen, die
etwas bewirkt haben. Trotzdem genießt die SDKU nicht mehr das Vertrauen
von vor vier Jahren. Ein Rückgang des Stimmanteils von über elf Prozent
spricht eine deutliche Sprache.
Es wird darauf ankommen, den Versprechungen - gerade beim Bekämpfen der
Arbeitslosigkeit - auch Taten folgen zu lassen. Da mutet es merkwürdig
an, dass die SDKU nach ersten Gerüchten auf den Posten im Ressort
«Arbeit, Soziales und Familie» verzichten will. Denn wenn der
EU-Beitritt erreicht ist, wird die Regierung an der Reduzierung der
Arbeitslosenzahlen gemessen werden. Auch die Sozialsysteme bedürfen
dringenden Reformen. Ferner muss der Standard beim Gesundheits- und
Schulwesen verbessert werden und im Bereich Wirtschaft steht der Kampf
gegen die Korruption an.
Einfach wird es also nicht für Mikuláš Dzurinda, obwohl die Koalition
nur aus Mitte-Rechts-Parteien mit ähnlichem Wahlprogramm besteht.
Probleme bereiten könnte vor allem die Partei des neuen Bürgers (ANO)
unter Pavol Rusko, dem Besitzer des Privatsenders Markíza, der die
Regierungsparteien im Wahlkampf scharf angriff. Nun möchte er zwar
Kompromisse eingehen und den Wählerwillen berücksichtigen, kündigte
jedoch schon mal an, die Regierung zu verlassen, sollte das
Regierungsprogramm nicht umgesetzt werden. Auf diesem Weg könnte Róbert
Fico mit seiner Partei Smer doch noch in die Regierung kommen. Doch das
würde die Aufgabe für Dzurinda nicht einfacher machen, auch wenn es
eines der großen Talente Dzurindas ist, eine Koalition auch in
schwierigen Situationen zusammenzuhalten. Die erste Klippe hat er schon
bei den Koalitionsverhandlungen umschifft: Die Beneš-Dekrete werden in
dieser Legislaturperiode kein Thema sein!
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Letzte Änderung: 28.10.2011