Sport in der Slowakei
Auf den folgenden Seiten finden Sie unter anderem die Fußball-Ergebnisse der
1. und 2. slowakischen Liga. Slowakei-Net.de bietet bislang als einzige deutsche
Site im Internet die aktuellen
Fußballergebnisse der
Slovensko Corgoò Liga inklusive aller Aufstellungen.
Auf dieser Seite gehen wir
im Rückblick auf große Sportveranstaltungen ein:
Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver
Anastasiya Kuzmina holt im Biathlon Gold im Sprint und Silber in der Verfolgung.
Olympische Winterspiele 2006 in Turin
Die Slowakei errang in Turin lediglich eine einzige Medaille. Radoslav Židek
holte beim erstmals bei Olympischen Spielen ausgetragenen Snowboardcross die
Silber-Medaille. Einen Achtungserfolg feierte Marek Matiasko mit dem fünften
Platz im 20-km-Biathlon-Einzel der Herren. Eher im Ziel waren nur der dreifache
deutsche Medailliengewinner Michael Greis, der norwegische Favorit Ole Einar
Bjoerndalen sowie der Norweger Hanevold und der Russe Tschepikow. Nach dem
dritten Schießen hatte Matiasko, der bis dahin ohne Schießfehler war, sogar in
Führung gelegen. Beim vierten Schießen ließ Matiasko dann eine Scheibe
stehen. Greis, Bjoerndalen und Hanevold blieben dagegen fehlerfrei. Die beiden
Erstplatzierten wären allerdings zu diesem Zeitpunkt von Matiasko ohnehin nicht
mehr zu erreichen gewesen. Ein dritter Platz jedoch wäre ohne den Schießfehler
bei letzten Schießen noch drin gewesen, denn im Ziel war der Rückstand auf
Rang 3 gerade mal 16,7 Sekunden groß.
Das Eishockey-Team war mal wieder mit großen Erwartungen gestartet. In der
Vorrunde sah es zunächst auch noch sehr gut aus. Das Team feierte Siege gegen
Russland (5:3), die USA (2:1) sowie gegen den späteren Olympiasieger Schweden
(3:0). Im Viertelfinale gegen Tschechien war dann von der Herrlichkeit
allerdings nicht mehr viel übrig. Tschechien führte schnell 2:0. Die Slowakei
verkürzte zwar noch auf 2:1 und hatte kurz vor dem Ende eine große Chance zum
Ausgleich, doch die Bemühungen wirkten insgesamt zu wenig durchdacht. Das 3:1
der Tschechen fiel dann unmittelbar vor der Schluss-Sirene als die Slowakei den
Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers ersetzt hatte. Marian Hossa (5
Scorerpunkte) und Peter Bondra (4 Scorerpunkte) waren die treffsichersten
Akteure der Slowakei.
Snowboardcross, Männer:
| Gold |
Seth Wescott (USA) |
| Silber |
Radoslav Židek (Slowakei) |
| Bronze |
Paul-Henri Delerue (Frankreich) |
Eishockey-WM 2005 in Österreich
Vom 30.4. bis 15.5. fand in Österreich die Eishockey-WM 2005 statt. Das
slowakische Team bestritt in der Gruppe A die folgenden
Vorrunden-Partien:
30.04.05 Slowakei-Weißrussland 2:1
02.05.05 Slowakei-Russland 3:3
04.05.05 Österreich-Slowakei 1:8
| Platz |
Mannschaft |
Spiele |
Gew. |
Verl. |
Tore |
Punkte |
| 1. | Slowakei |
3 | 2 |
0 |
13:5 |
5 |
| 2. |
Russland |
3 | 2 |
0 |
9:5 |
5 |
| 3. |
Weißrussland |
3 |
1 |
2 |
6:4 |
2 |
| 4. |
Österreich |
3 | 0 |
3 |
3:17 |
0 |
Zwischenrunde:
07.05.05 Slowakei-Tschechien 1:5
08.05.05 Slowakei-Schweiz 3:1
10.05.05 Kasachstan-Slowakei 1:3
Im Viertelfinale am 12.5.05 scheiterte die Slowakei knapp an Titelverteidiger
Kanada mit 4:5, nachdem das Spiel lange Zeit ausgeglichen war. Die Slowakei
konnte in diesem dramatischen Match anfangs zweimal in Führung gehen, bevor
Kanada durch Ryan Smith und Simon Gagne den Rückstand in einen 3:2-Vorsprung
umwandelte. Anschließend schlug Pavol Demitra zweimal zu und brachte die
Slowakei erneut in Front, doch Simon Gagne konnte umgehend ausgleichen. Kurz vor
Schluss gelang dem Serienweltmeister durch Joe Thornton das Siegtor zum 5:4.
Weltmeister wird Tschechien mit einem 3:0-Endspielsieg über Titelverteidiger
Kanada.
Olympische Sommerspiele 2004 in Athen
Ergebnisse mit slowakischen Medaillengewinnern...
Kanuslalom Männer, Zweier-Canadier:
| Gold |
Pavel Hochschorner/Peter Hochschorner (Slowakei) |
207,16 sek. |
| Silber |
Marcus Becker/Stefan Henze (Halle) |
+ 3,82 sek. |
| Bronze |
Jaroslav Volf/Ondrej Stepanek (Tschechien) |
+ 5,70 sek. |
Kanuslalom Männer, Einer-Canadier:
| Gold |
Tony Estanguet (Frankreich) |
189,16 sek. |
| Silber |
Michal Martikan (Slowakei) |
+ 0,12 sek. |
| Bronze |
Stefan Pfannmöller (Halle) |
+ 2,40 sek. |
Michal Martikan kam als Schnellster im Ziel an, musste jedoch eine nachträgliche
2-Sekunden-Zeitstrafe hinnehmen, durch die er 12 Hunderstelsekunden hinter den
Franzosen Estanguet zurückfiel.
Kanuslalom Frauen, Einer-Kajak:
| Gold |
Elena Kaliska (Slowakei) |
210,03 sek. |
| Silber |
Rebecca Giddens (USA) |
+ 4,59 sek. |
| Bronze |
Helen Reeves (Großbritannien) |
+ 8,74 sek. |
Luftgewehr Männer:
| Gold |
Qinan Zhu (China) |
702,7 Ringe |
| Silber |
Jie Li (China) |
701,3 Ringe |
| Bronze |
Jozef Gonci (Slowakei) |
697,4 Ringe |
Judo Männer, 66kg:
| Gold |
Masato Uchshiba (Japan) |
| Silber |
Jozef Krnac (Slowakei) |
| Bronze |
Georgi Georgijew (Bulgarien) und Yordanis Arencibia (Kuba) |
Kanu, Männer, Vierer-Kajak:
| Gold |
Gabor Horvath, Zoltan Kammerer, Botond Storcz, Akos Vereckei
(Ungarn) |
2:56.919 |
| Silber |
Bjoern Bach, Andreas Ihle, Stefan Ulm, Mark Zabel
(Deutschland) |
+ 1,74 sek. |
| Bronze |
Juraj Baca, Michal Riszdorfer, Richard Riszdorfer, Erik Vlcek
(Slowakei) |
+ 2,395 sek. |
Eishockey-Weltmeisterschaft 2004 in Tschechien
Vorrunde: Bei der WM in Tschechien ist die Slowakei, die als einer der Favoriten gilt, mit einem mühsamen Sieg gegen die Ukraine (2:0) in die Vorrunde gestartet. Im zweiten Spiel gab es dann ein 3:3 gegen die USA, bevor im letzten Gruppenspiel Finnland 5:2 bezwungen wurde.
Zwischenrunde: In der Zwischenrunde gewann die Slowakei mit einer starken
Leistung das erste Spiel gegen Russland mit 2:0. Die Torschützen waren dabei
Hossa (27.) und Petrovicky (40.). Die russische Trainerlegende Viktor Tichonov
bemängelte bei seinem Team vor allem die vielen Strafzeiten wegen
Disziplinlosigkeiten. Zudem hätten seine Stürmer bei den Gegentoren ihre
Pflichten vernachlässigt.
Im
Halbfinale unterlag die Slowakei Kanada mit 1:2 nach
einem umstrittenen Tor von Shawn Horcoff. Zuvor war der slowakische Torhüter
Jan Lasak nach Meinung etlicher Experten gefoult worden, doch der amerikanische
Unparteiische Rick Looker hatte nicht gepfiffen.
Im
Spiel um Platz drei unterlag die Slowakei der USA dann
mit 1:0 nach Verlängerung und Penalty-Schießen.
Slowakische Tennis-Damen gewinnen 2002 erstmals den Fed-Cup
| Die slowakischen Tennis Damen
haben in Maspalomas, Spanien, zum ersten Mal den Fed-Cup gewonnen
überragende Spielerin war dabei die slowakische Weltranglisten-Achte
Daniela Hantuchova (Bild). Sie gewann ihr erstes Match 6:2, 6:1 gegen Magui Serna
und glich damit zum 1:1 aus. Anschließend bezwang sie Conchita Martinez
6:7 (8:10), 7:5, 6:4, die zuvor Janette Husarova 6:4, 7:6 (8:6) geschlagen
hatte. Husarova gelang dann schließlich der entscheidende dritte Punkt
gegen Arantxa Sanchez-Vicario (6:0, 6:2). Im kommenden Jahr trifft das
slowakische Team in der ersten Runde auf Deutschland. |
 |
Slowakei wurde Eishockey-Weltmeister 2002 in Schweden
Bei der WM in Schweden gab es eine Auferstehung des slowakischen Nationalteams.
In der Vorrunde genügten ein 7:0 gegen Polen und ein 5:4 gegen den Nachbarn
Ukraine bei einer 1:3-Niederlage gegen Finnland zur Qualifikation für die Zwischenrunde.
Dort gelang mit dem 2:1-Sieg über den Favoriten Schweden die erste kleine
Sensation, auch wenn viele Experten dem slowakischen Team mit seinen vielen
NHL-Profis insgeheim schon den einen oder anderen großen Sieg zugetraut hatten.
Mit einem 6:3 gegen Österreich und dem 6:4 gegen Rekord-Weltmeister Russland
zogen die Mannen um
Miroslav Šatan (gesprochen:
'Schatan) und
Peter Bondra ins Viertelfinale ein.
Dort gelang gegen Kanada (3:2) die nächste kleine Sensation und als im
Halbfinale der Gastgeber Schweden (3:2 im Penalty-Schießen) zum zweiten Mal
bezwungen wurde, bestanden zumindest berechtigte Hoffnungen auf den Titelgewinn.
Nun aber stand das Finale gegen die wiedererstarkten Russen an, die die starken
Finnen im Halbfinale ebenfalls 3:2 nach Penalty-Schießen bezwangen und die im
Viertelfinale den Titelverteidiger Tschechien aus dem Turnier geworfen hatten.
Unter den Augen des eigens eingeflogenen Staatspräsidenten Rudolf Schuster und
3.000 ebenfalls kurzfristig angereister slowakischer Fans sollte es der Tag des
slowakischen Eishockey-Nationalteams werden, gespickt mit NHL-Stars wie Kapitän
Miroslav Šatan, Peter Bondra, Michal Handzuš, Vladimir Orszagh, Zigmund Palffy oder
Lubomir Bartecko.
Schnell ging die Slowakei durch Wisnowski bereits in der ersten Minute in
Führung und nach 12 Minuten erhöhte Bondra auf 2:0. So stand es auch nach dem
ersten Drittel und die Slowakei schien ihrer Favoritenrolle in diesem Finale
gerecht zu werden. Im zweiten Drittel änderte sich nichts wesentliches, denn
nachdem Russland durch Suschinski verkürzte, stellte Šatan den
Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Im letzten Drittel wurde das Spiel der Russen
härter. Die Slowaken ließen sich in dieser Phase den Schneid abkaufen und
mussten durch Antipow und Suschinski den ausgleich hinnehmen. Doch Peter Bondra
fasste sich kurz vor Schluss der Partie ein Herz und schaffte mit einem strammen
Schuss den 4:3-Endstand.
Der Jubel bei den Slowaken bei denen auch die anderen NHL-Stars überzeugen
konnten, war natürlich riesengroß. Es war der erste WM-Sieg der noch jungen
Nation. Zudem errang Miroslav Šatan mit 13 Punkten (5 Tore, 8 Assists) die
Torjägerkrone und erhielt die Auszeichnung 'Most Valuable Player'. Neben ihm
wurden auch Peter Bondra und Richard Lintner ins All-Star-Team der WM berufen.
Fazit: Das slowakische Team war gegenüber den Olympischen Spielen nicht
wiederzuerkennen und war der verdiente Sieger dieser WM, weil neben Technik und
Spielfreude diesmal auch der kämpferische Einsatz und die Moral stimmten. Zwei
Jahre nach der Silbermedaille in St. Petersburg erzielte Trainer Jan Filc mit
seiner Mannschaft den zweiten großen Erfolg.
Olympische Winterspiele 2002 in Salt Lake City
Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City konnten slowakische
Sportler leider keine einzige Medaille gewinnen. Insgesamt konnten sich
slowakische Sportler nur in 31 von 78 Wettbewerben platzieren bzw. waren nur
für diese Zahl von Wettbewerben gemeldet. Die Skispringer starteten z.B. erst
gar nicht.
Die besten Ergebnisse erzielten erwartungsgemäß die slowakischen Biathlon-Damen. Die
Staffel war lange Zeit auf Tuchfühlung
mit den Medaillenplätzen, scheiterte aber jedes Mal am Schießstand, wenn die
Möglichkeit auf einen zwischenzeitlichen zweiten oder dritten Platz bestand. Es
war ein aufopferungsvoller Fight, der am Schluss jedoch nicht belohnt wurde.
Immerhin holten Martina Jasicova, Anna Murinova, Marcela Pavkovcekova und Sona Mihokova einen
respektablen fünften Platz, noch vor den besser eingeschätzten Teams aus
Frankreich, Tschechien und der Ukraine.
Im Einzel erreichte
Martina Jasicova über 15 km einen hervorragenden neunten
Platz (14. Sona Mihakova) und im Sprint über 7,5 km den 13. Rang.
Beim Rodeln konnte Jaroslav Slavik im Einzel mit einem 16. Platz dahingehend auf
sich aufmerksam machen, dass er nach vier Läufen nur gut 2 sek. hinter dem
Sieger Armin Zöggeler lag - zum Vergleich: der 48. und letzte Chia-Hsun Li aus
Taiwan hatte 28 sek. Rückstand, der zweite Slowake Lubomir Mik auf Platz 35 lag
immerhin knapp 8 sek. zurück.
Auch die Langläufer konnten die Erwartungen einigermaßen erfüllen. Im
klassischen Stil über 15 km erreichte Ivan Batory mit 2:25 min. Rückstand auf
den Sieger Platz 21 und im freien Stil über 10 km mit 1:52 min. Rückstand Rang
26. Zum Abschluss holte er noch einen 26. Platz über 50 km im klassischen Stil.
In dieser Disziplin kam der andere slowakische Langläufer Martin Bajcicak zu
seinem besten Ergebnis - einem respektablen 12. Platz (6:53 min. Rückstand).
Über 15 km war er 24. (2:32 min. Rückstand) und über 10 km 53. geworden.
Im Snowboard platzierte sich Jana Sedova mit einem 14. Platz im Mittelfeld.
Die übrigen Leistungen der slowakischen Sportler waren eher bescheiden.
Besonders das Auftreten der Eishockey-Nationalmannschaft war eine einzige
Enttäuschung. Arrogant und pomadig versuchte man im ersten Spiel gegen den
krassen Außenseiter Deutschland seinen Stiefel herunterzuspielen. Folgerichtig
endete die Begegnung 3:0 für Deutschland. Als das mit NHL-Profis gespickte Team
auch das Match gegen den Underdog aus Österreich mit 2:3 verlor, war der
Madaillentraum ausgeträumt. Es folgte noch ein ebenso mäßiges 6:6 gegen
Lettland. Erst im Platzierungsspiel gegen Frankreich konnte ein 7:1-Sieg
eingefahren werden. Viel zu wenig für ein Team mit diesen Ansprüchen.
Persönlichkeiten: Daniela
Hantuchova - Arantxa Sanchez-Vicario
- Martina Jasicova - Miroslav
Satan - Peter Bondra
Letzte Änderung: 20.2.2010