Stanislav Šesták in Aktion: Aufgrund seiner |
«Mit Šesták haben wir einen schnellen und flexiblen Angreifer geholt, der
seinen Torriecher seit Jahren unter Beweis gestellt hat. Wir denken, dass er
unserem Anforderungsprofil in allen Punkten gerecht wird.» Bochums Manager Stefan Kuntz wusste wovon er sprach, als er im Sommer 2007 seinen slowakischen Neuzugang vorstellte. Nach Doch Šesták ließ sich von den hohen Erwartungen nicht unter Druck setzen und spielte sich mit seiner unglaublichen Dynamik ins Rampenlicht. Dabei zeichnet ihn nicht nur seine Schnelligkeit, sondern auch die perfekte Ballkontrolle aus. Trotz seiner Schnelligkeit ist Šesták nicht nur der klassische Konterstürmer. Der Blick für die Situation und den Nebenmann brachten dem Slowaken auch einen vorderen Platz bei den Torvorbereitungen ein. |
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So erzielte Šesták beim MŠK Žilina in den letzten drei Jahren nie
weniger als 13 Tore und wurde in der Saison 2006/07 mit 15 Treffern Torschützenkönig.
Im Dezember 2001 wechselte er zunächst vom 1. FC Tatran Prešov, wo er ein
seinen ersten 1 1/2 Profijahren 9 Tore als Einwechselspieler erzielt hatte, zu ŠK
Slovan Bratislava und spielte dort bis Dezember 2003. Die Zeit beim damaligen slowakischen
Vorzeigeklub war von weniger großem Erfolg gekrönt. Šesták schoss
dort in 58 Spielen nur sechs
Treffer. Doch in Žilina feierte Šesták seinen Durchbruch. Bereits in den ersten 10 Spielen erzielte er 6 Treffer und am 12. Spieltag gelang ihm gegen Dukla Banská Bystrica sein erster Hattrick. In dieser Saison wurde Šesták Vierter der slowakischen Torschützenliste und Zweiter im teaminternen Duell mit Ivan Bartoš. In der Folgesaison begann die lange Verletztenmisere des etablierten Bartoš und Šesták stieg zum Sturmführer bei Žilina auf, wurde erneut Vierter der Torjägerliste und erzielte mit 17 Treffern ein Tor mehr als sein neuer Sturmpartner Pavol Straka. 2007 verpasste er (15 Tore) die Torjägerkanone knapp hinter Tomáš Oravec (16) und wurde mit Žilina slowakischer Meister. So wurde Bundesligist VfL Bochum auf den slowakischen Stürmer aufmerksam und verpflichtete Šesták im Sommer 2007 für günstige 800.000 Euro. Dort gelang es ihm, in nur einem halben Jahr Fans und Vereinsobere so zu überzeugen, dass der Name Gekas nur noch selten fällt. Doch Bescheidenheit wird groß geschrieben bei Šesták, der nach eigener Aussage selbst nicht geglaubt hätte, dass er sich in Deutschland so schnell eingewöhnen würde. Und so wird der Slowake nicht müde, den Anteil des gesamten Teams an seinen Leistungen hervorzuheben: «Wir gewinnen und verlieren nur als Mannschaft. Das mag wie ein Klischee klingen, aber keiner von uns kann Spiele alleine gewinnen und ich bin ohne meine Mitspieler gar nichts wert.» Mit der Nationalelf hat der Stürmer große Ziele: «Wir sind auf einem guten Weg. Unsere Jugendarbeit entwickelt sich und auch die slowakische Liga wird stärker werden. Zudem spielen immer mehr Slowaken in stärkeren Ligen. Wenn wir uns hier etabliert haben, dann werden wir es auch schaffen, uns für ein Turnier zu qualifizieren, denn das Potential haben wir». In der Bundesliga schaffte Šesták im ersten Jahr sehr gute 13 Treffer. Neun Treffer waren es 2008/09. In dieser Saison schaffte Šesták in der Nationalelf den endgültigen Durchbruch, avancierte mehrfach zum Matchwinner indem er entscheidende Tore erzielte, z.B. beim Doppelpack zum 2:1-Sieg gegen Polen und beim 2:1-Auswärtssieg in Tschechien. Auch beim 2:2 zu Hause gegen Tschechien und beim vorentscheidenden 2:0-Sieg in Nordirland war Šesták als Torschütze erfolgreich. Dann fehlte Šesták zu Hause gegen Slowenien und prompt verlor sein Team gegen den Mitkonkurrenten, der auf der Zielgeraden fast noch an der Slowakei vorbei gezogen wäre. Doch am Ende setzte sich die Slowakei durch und schaffte zum ersten Mal in ihrer noch jungen Geschichte die Teilnahme an einem großen internationalen Turnier - nicht zuletzt dank 6 Šesták-Treffern (in 6 Spielen) in der WM-Qualifikationsphase. Bei Bochum lief es in der Saison 2009/10 nicht mehr ganz so gut. Obwohl Šesták noch die meisten Bochumer Treffer erzielte, standen am Saisonende nur 6 Treffer auf seinem Konto. Zu wenig für einen Spieler seiner Klasse. Und so geriet er zwischenzeitlich auch beim Absteiger in die Kritik. Ob Šesták nach der WM noch in Bochum spielt darf trotz gültigem Vertrags bezweifelt werden. Einsätze und Tore:
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Erfolge:
2003/04 Slowakischer Meister mit MŠK Žilina
2006/07 Slowakischer Meister mit MŠK Žilina, Zweiter der Torjägerliste in der
Slowakei
2009 Stanislav Šesták schafft mit der slowakischen Nationalelf die
Qualifikation zur WM 2010
2010 Dritter bei der Wahl zum Liga-Spieler des Jahrzehnts in der Slowakei (Erste
Liga Slowakei: 2000-2001 Tatran Prešov, 2002-2003 Slovan Bratislava, 2004-2007
MŠK Žilina)