Gesundheit

Impfempfehlungen

Für die Slowakei gelten Standard-Impfempfehlungen, die im Prinzip auch für Deutschland gelten. Die Deutsche Gesellschaft für Reise- und Touristik-Medizin e.V. empfiehlt Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Polio (wird mittlerweile auch in Deutschland empfohlen). Des weiteren werden Impfungen gegen Hepatitis A und B (Risikogruppen: medizinisches Personal, Personen mit häufig wechselnden Intimpartnern, Drogenabhängige, Dialyse- und Hämophiliepatienten) und FSME (Risikogruppen: Urlaub im Grünen, also viel in Wald und Wiese) empfohlen. Vorschriften für Impfungen gibt es jedoch keine.

Schweinegrippe in der Slowakei

Oktober 2009: Bisher sind in der Slowakei nur wenige Fälle des Schweinegrippe-Virus, meist bei im Ausland lebenden Slowaken bekannt geworden.
Als Reaktion auf die hohe Anzahl an Infizierten in der benachbarten Ukraine wurde am 31.10.09 eine Krisensitzung des Ministeriums für Verkehr, Post und Telekommunikation einberufen. Die Angestellten der Bahn sollen sich gegen die saisonale Influenza impfen lassen. Der Flugverkehr ist nicht betroffen, da es keine direkte Verbindung zwischen der Slowakei und der Ukraine gibt. Slowaken, die in die Ukraine reisen werden vom Außenministerium aufgefordert, große Menschenansammlungen zu meiden und zu prüfen, ob eine Reise in die betroffenen Gebiete unbedingt erforderlich ist. Bei der Einreise aus der Ukraine kann es wegen zusätzlicher Gesundheitskontrollen zu Verzögerungen kommen. Die Slowakei hilft der Ukraine mit der Lieferung von 200.000 Gesichtsmasken

Spezielle verbreitete Krankheiten

Landesweit verbreitet sind Tollwut und Borreliose. FSME ist von April bis Oktober unter 600 m Höhe in den Gebieten um die Tatra, den Karpaten und im Südwesten im Dreieck Bratislava-Levice-Komarno verbreitet. Von FSME ist im Prinzip aber der gesamte Westen der Slowakei betroffen und dazu die meisten Gebiete im Süden - darunter Košice - bis Trebišov und von dort ein ca. 10-20 km breiter Streifen in Richtung Norden über Vranov/Humenné nach Stropkov und Svidník. Der Norden ist ansonsten weniger betroffen.  Borreliose und  FSME werden durch Zecken übertragen. Gegen FSME können geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, wie eine Vorsorgeimpfung. Ansonsten hilft das Absuchen des Körpers nach dem Spaziergang in der Natur. Sie sollten bei Spaziergängen in der Natur lange helle Hosen und hohes Schuhwerk tragen. Da Zecken vor allem in hohen Gräsern auf ihre Opfer lauern, sollten Sie diese nach Möglichkeit meiden. Die verbreitete Volksmeinung, Zecken ließen sich von Bäumen fallen, ist falsch. Auch Zeckenschutzpräparate haben sich als nützlich erwiesen, jedoch bieten Sie keinen absoluten Schutz. Weitere Informationen bietet Ihnen der Artikel  Zeckenstich.

Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte

Zwischen Deutschland und der Slowakei besteht kein Sozialversicherungsabkommen. Rechnen Sie damit, dass Sie trotz EU-Mitgliedschaft der Slowakei Arzt- und Krankenhausrechnungen vor Ort bar bezahlen müssen. Es ist in jedem Fall ratsam, eine Reise-Krankenversicherung abzuschließen. Aktuelle Informationen erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse. Falls Sie online eine Reise-Krankenversicherung abschließen wollen, können Sie das  hier tun.

Status quo bei Lebensmitteln und Trinkwasser

Das Leitungswasser ist in der Regel von guter Qualität und kann zum Zähneputzen und abgekocht für Getränke auf jeden Fall verwendet werden. Auch alle Lebensmittel inkl. Milchprodukte, Eier und Geflügel, können ohne Bedenken verzehrt werden. In der Slowakei finden Sie nicht zuletzt durch internationale Handelsketten wie Tesco fast alle Produkte, die Sie von zu Hause kennen, in der gleichen Qualität. 


Fakten zum slowakischen Gesundheitssystem

Die Daten stammen von der Weltgesundheitsorganisation WHO und liegen aktuell aus dem Jahr 2001 vor.

Letzte Änderung: 1.11.2009
Die Slowakei im Net