Autofahren in der Slowakei

Unterkünfte
auf der Fahrt in die Slowakei finden Sie links in der
Navigation über die Suchbox. Geben Sie dazu einfach den Namen der Stadt
ein, in
der Sie übernachten wollen.
Auf dieser Seite haben wir einige Empfehlungen zusammen getragen,
die auf
eigener Erfahrung, aber auch auf den Erfahrungen von Bekannten und von
Lesern
dieser Webseite fußen. Die Seite gibt außerdem einen Überblick über
nützliche
und nutzlose Produkte zum Thema Routenplanung.
Karte vs. Routenplaner oder Navi
Wer eine Reise plant, steht zuerst einmal vor der Frage, welche Medien
er für
die Planung nutzen soll. Neben der althergebrachten Karte haben sich im
Zuge des
Computerzeitalters immer mehr multimediale Lösungen und Navis
etabliert. Doch welche
Lösung ist vorzuziehen?
Die klare Antwort schon seit dem Jahr 2010: Navigationsgeräte!
Die Entwicklung hin zu den Navigationsgeräten ging in den letzten
Jahren sehr
schnell. Nachdem 2007 die ersten einigermaßen brauchbaren Navi-Karten
auf den
Markt kamen, wurde das Angebot in den folgenden Jahren immer besser. Da
das Kartenmaterial oft zentral
von wenigen Anbietern wie Navteq angeboten wird, und die Hersteller von
Navigationsgeräten auf dieses Material im Prinzip 1:1 zurückgreifen,
gelten Neurungen im
Kartenmaterial oft für viele Navigationssysteme. Unterschiede ergeben
sich
meist nur in den Update-Zyklen der einzelnen Hersteller. Anhand der
Falk-Navigationsgeräte, die auf Navteq-Karten aufbauen, ließ sich
bereits mit
der Version 1/2008 eine wesentliche Verbesserung feststellen. Die
proklamierten
100% Abdeckung wurden damals zwar in Bezug auf Straßennamen nicht
erreicht, doch die
Straßen waren auf der Karte zumindest eingezeichnet. Und zumindest die
Hauptstraße
selbst kleinerer Orte war oft auch namentlich zu finden, während die
Orte
selbst scheinbar vollständig waren. Hierbei ist zu erwähnen, dass auch
das verfügbare
Print-Kartenmaterial keine genaueren Informationen gibt. Doch seit 2008
wurden
vor allem die digitalen Karten für Navigationsgeräte aktualisiert. Dazu
erhielt Slowakei-Net.de schon 2008 die Info eines großen slowakischen
Kartenverlages, dass sich die Neuauflage von Print-Produkten kaum noch
lohne.
Hintergrund ist, dass nur die digitalen Kartenpakete zu einem guten
Preis
verkauft werden können.
Somit wird die Schere in den nächsten Jahren weiter zu Gunsten der
Navis
auseinander gehen. Zumal diese auch sogenannte POIs
(Point of Interest - Sehenswürdigkeiten) enthalten, die direkt als
Navigationsziel ausgewählt werden können. Daneben lohnt sich auch ein
Blick in unser Forum,
in dem solche Themen aktuell besprochen werden.
Routenplaner haben im Bezug auf die Slowakei leider oft Mängel
in der Aktualität. Wobei sich im Internet ein paar recht brauchbare
Lösungen anbieten. Zu erwähnen
sind hierbei z.B. Google-Maps
aber auch Map24.de.
Die CD-Kaufprodukte können in der Regel nicht mithalten. Zumindest
bieten Sie
keinen Zusatznutzen. Hierbei sollten Sie bedenken, dass die
Internet-Lösungen
in der Regel kostenfrei sind, während Sie für die CDs teures Geld
bezahlen. Zudem
aktualisieren die Internet-Portale ihre Daten häufiger, während man bei
den
CDs nach dem Kauf meist immer noch auf dem Status quo der jeweiligen
Version
stehen bleibt, obwohl auch bei diesen Produkten Aktualisierungen
über das Internet problemlos
realisierbar wären. Alle Produkten haben gemein, dass der «aktuelle»
Stand meist auch nach einem Jahr noch nicht verfügbar ist. Auch in den
Online-Diensten Google-Maps und Map24 finden sich für die Slowakei
längst
nicht immer die aktuellsten Straßen. Auch der zwischenzeitlich mit
guten Daten
glänzende Dienst des tschechischen Mapy.cz ist hier keine Ausnahme.
Fazit: Das Mitführen einer guten Fernreisekarte oder eines aktuellen
Autoatlasses ist allein der Übersichtlichkeit halber immer noch zu
empfehlen. Navigationsgeräte
sind für die Slowakei-Reise mittlerweile erste Wahl. Der
Online-Routenplaner kann für die Reiseplanung
erste Informationen geben. Nicht zu empfehlen sind für die
Slowakei jedoch Routenplaner auf CD - hier stimmt schlicht und
ergreifend das
Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. |
|
Tipps und Empfehlungen zu Routen
In den folgenden Abschnitten finden Sie Tipps und Empfehlungen zu
Routen.
Hierbei werden nicht einfach die Reiserouten aus den Routenplanern
übernommen,
sondern es wird auch die Situation «auf der Straße» beleuchtet.
Anreise in die Slowakei
Info:
Seit 21.12.2007 gibt es zwischen der Slowakei und
den übrigen Staaten des
Schengener
Abkommens keine Grenzkontrollen mehr, also
an den Grenzen zwischen der Slowakei mit
Polen, Tschechien, Österreich und Ungarn. An den Grenzen zur Ukraine
ist dagegen mit verschärften Kontrollen
zu rechnen. Wer mit dem Flugzeug in die Slowakei einreist, erlebt seit
Anfang
April 2008 keine Grenzkontrollen mehr.
Vorschriften: In allen Ländern auf dem Weg in die Slowakei gilt
Handyverbot am
Steuer! Freisprecheinrichtungen dürfen benutzt werden.
Bußgelder: Ab 1. Oktober 2010 werden Bußgelder innerhalb der EU auch im
Ausland vollstreckt. Dabei können auch Verstöße vollstreckt werden, die
vor
diesem Datum liegen.
Der zur Zeit
bequemste Weg in die Slowakei führt mit Sicherheit über Österreich.
Eine Fahrt durch Polen oder Tschechien bietet sich als Alternative wenn
in Deutschland die Tangenten A3 oder A8 nicht
«auf dem Weg» liegen, was in der Regel nur nordöstlich von Chemnitz der
Fall ist. Die Autobahnverbindung (A17) zwischen Dresden und Prag ist im
Bau. Nach
der Fertigstellung bis Ustí nad Labem fehlen zur D8 nach Prag von dort
nur noch ca. 20 km
Autobahn. In Richtung Hohe Tatra ist von Ostdeutschland aus auch
der Weg über Polen (E40) eine gute Alternative. Die Autobahn bis Kraków
ist durchgehend fertiggestellt. Von dort hat man noch 150 km Landstraße
bis zur
Hohen Tatra.
Aus Nord- und Westdeutschland führt der Weg in der Regel auf
der A3 über Regensburg und Passau nach Österreich. Aus Süddeutschland
ist
normalerweise die Route über die A8/A99 nach München und Salzburg
vorzuziehen. Seit 2008 behindern auf der A8 allerdings zahlreiche
Bauarbeiten
die Fahrt, weshalb ab Großraum Stuttgart der kleine Umweg über die A81
und A6
Richtung Nürnberg und von dort weiter auf der A3 schneller zu fahren
ist. Die kürzeste Strecke ist von München kommend zwar auf der A94/B12
über Mühldorf zum Grenzübergang bei Braunau und auf österreichischer
Seite
über die Bundesstraße 148 auf die A8. Aber das lange Teilstück auf der
B12
bietet kaum Möglichkeiten zum Überholen, so dass man nur schleppend
vorankommt.
Die Route über
Dresden/Prag
ist aus Nord- und Mitteldeutschland zwar kürzer, jedoch fehlt auf der
deutschen
Seite noch die Autobahnverbindung. Die Fahrt auf der Landstraße ist
auch
hier sehr
beschwerlich. Aus Prag kommend gibt es eine gut zu fahrende
Autobahn bis
Bratislava. Wer jedoch in die Hohe Tatra fährt und nicht den Umweg
über Bratislava nehmen will, müsste dann von Brünn
nach Trenèin über die E50 fahren, um die kürzeste Strecke zu nutzen.
Allerdings ist der Weg über die E50 beschwerlich. Eine andere Route auf
der E462 über
Olmütz (Olomouc) nach Frýdek-Místek ist zum einen ein Umweg. Zum
anderen ist
dieser Weg jedoch auch sehr zeitraubend, da er über zahlreiche
Landstraßen führt.
Deshalb ist auch für Leute, die im Grenzbereich zu Tschechien wohnen,
der Weg
über Waidhaus und Tschechien nicht unbedingt zu empfehlen.
In Österreich dagegen ist man ausschließlich auf der Autobahn
unterwegs. Das letzte Stück
auf der A6 von Bruck bis zur
Grenze nach Kittsee ist seit dem 20.11.2007 in Betrieb. Damit entfällt
dann auch die zeitraubende Fahrt durch die vielen
kleinen Ortschaften vor der Grenze. Kittsee/Jarovce ist seitdem der
Hauptübergang zwischen Österreich und der Slowakei. Die Fahrt vom
Flughafen
Wien-Schwechat bis nach Bratislava dauert jetzt nur noch ca. 30-35
Minuten, zumal
seit 21.12.2007 auch die Grenzkontrollen an den slowakischen
Grenzen
zu Österreich wegfallen.
In
Österreich
mussten bis zum 31.12.2007 alle Fahrzeuge auch tagsüber mit
Abblendlicht fahren. Diese Regelung wurde aufgrund späterer Studien
wieder aufgehoben.
Seit dem 1. Mai 2005 müssen in Österreich
Warnwesten mitgeführt und bei Unfällen oder Pannen auf Autobahnen oder
Autostraßen angelegt werden, wenn Sie das Fahrzeug verlassen und sich
auf dem
Randstreifen aufhalten. Für jeden Fahrzeuginsassen ist eine eigene
Warnweste
mitzuführen. Auf der Landstraße gilt die Warnwestenpflicht, wenn ein
Warndreieck aufgestellt wird. Zuwiderhandlungen werden mit Bußgeld
bestraft! Motorradfahrer sind bislang von der Warnwestenpflicht
ausgenommen. Je
nach Wetterlage ist auch das Mitführen von Schneeketten ratsam. Dem
ADAC
zufolge gab es Fälle, in denen Autofahrer ohne Schneeketten auch auf
der
Autobahn nicht mehr durchgelassen wurden. Dies hängt auch zusammen mit
der seit
1.1.2008 geltenden Winterreifenpflicht bei winterlichen Verhältnissen,
die ähnlich
wie in Deutschland gehandhabt wird. Allerdings müssen Winterreifen eine
Profiltiefe von mindestens 5 mm aufweisen, um als Winterreifen zu
gelten.
In Österreich gibt es zudem eine Vignettenpflicht für PKW. Die
Vignetten können
bereits in Deutschland, z.B. beim ADAC, oder an der Grenze gekauft
werden. Es
finden mobile Kontrollen statt, bei denen die Vignetten überprüft
werden. Wer
ohne Vignette erwischt wird, hat mit Geldstrafen zwischen 120 und 300
Euro zu
rechnen!
Weitere Regelungen: In Österreich liegt die Promillegrenze bei 0,5 ‰.
Es
dürfen maximal 10 Liter Reservesprit mitgeführt werden. Es besteht eine
Kindersitzpflicht für Kinder unter 12 Jahren oder unter 1,50 m.
Benzin-Preise in Österreich:
www.oeamtc.at/sprit
Vignetten-Preise in Österreich:
www.oeamtc.at/vignette
Wer nun weiter nach Osten in die Slowakei fahren will, für den gibt es
eine
letzte Alternative: Der Weg über Ungarn. Auch diese Strecke wird von
Reisenden
in die Ostslowakei zuweilen genutzt. Auch sie bietet viele
Autobahnkilometer.
Die Autobahn führt mittlerweile bis Miskolc. Weiter geht es dann z.B.
über die E71 Richtung Košice. Aber auch das letzte Teilstück bis zur
Grenze wird in absehbarer Zeit zur Autobahn ausgebaut. Die Strecke
wurde von Lesern dieser Site ebenfalls als recht zügig bezeichnet.
Geeignet ist diese Strecke für Besucher der Ostslowakei, vor allem um
und östlich
von Košice. Auch die Gebiete um Velký Meder, Komárno, Nové Zámky
und Stúrovo erreicht man besser über Ungarn. Zu erwähnen ist noch, dass
auch auf
ungarischen Autobahnen eine Maut fällig wird. Allerdings kann man sich
bei der
Fahrt in die Südslowakei über Ungarn die Vignette für die Slowakei
sparen, da
es in der Südslowakei ohnehin keine Autobahnen gibt. Ein eigener Test
der
Ungarn-Strecke ergab, dass sich für Ziele nördlich oder nord-östlich
von Košice
die Ungarn-Strecke nicht wirklich lohnt, vor allem, weil man nach wie
vor mitten
durch Budapest fahren muss oder über die mittlerweile bestehende
Süd-Umgehung
über die M0 unterwegs ist, die im Normalfall allerdings keinen
Zeitvorteil
bringt. Auch die Fahrt durch Košice, sofern
erforderlich, ist sehr zeitraubend.
Beachten Sie, dass Sie auch in Ungarn tagsüber
mit
Abblendlicht fahren! Diese Regelung gilt ganzjährig
außerhalb geschlossener Ortschaften. Nichtbeachtung wird mit
einem Bußgeld von 40 Euro bestraft. In Ungarn gibt es eine
Vignettenpflicht für
PKW. Die Vignetten können z.B. an der Grenze oder an Tankstellen
gekauft
werden. Es finden videoüberwachte Kontrollen statt, bei denen die
Vignetten überprüft
werden. Wer ohne Vignette erwischt wird, hat hohe Geldstrafen zu
erwarten!
Beispiel-Strecken
Hier werden einige typische Strecken aus Deutschland in Richtung
Slowakei
betrachtet:
Dresden-Prag-Bratislava: Von Dresden über die
A17/D8 (E55) nach Prag. Auf der tschechischen Seite führt ein Teilstück
bis kurz hinter Ustí nad
Labem (bei Øehlovice). Dahinter fehlt noch ein 16,4 km langes
Teilstück zwischen Lovosice-Východ und Øehlovice, das bis 2015
fertiggestellt
sein soll. Urteil: Diese Strecke ist vor allem aus Ostdeutschland
kommend in Richtung Südwest-Slowakei zu empfehlen.
Dresden-Görlitz-Katowice-Hohe Tatra: In Richtung Hohe
Tatra ist die Autobahn
A4 (E40), die später auch auf polnischer Seite so heißt, eine günstige
Alternative. Inzwischen führt diese Strecke komplett über die Autobahn,
nachdem die Lücke zwischen Görlitz und Boleslawiec
(Höchstgeschwindigkeit 130 km/h) geschlossen wurde. Die Neubaustrecke
hat eine gute Sraßenqualität. Im Anschluss geht es weiter auf der
Autobahn A4 bis südlich
von Kraków (Maut zwischen Katowice und Kraków). Auf dem schon älteren
Autobahnabschnitt Richtung Wroclaw beträgt die Höchstgeschwindigkeit
110 km/h. Anschließend führt der Weg
auf der E77 über den Grenzübergang Chyzne/Trstená (Richtung Liptovský
Mikuláš) oder hinter der E77 auf den Landstraßen 47 und 49 über den
Grenzübergang Jurgów/Podspády (Richtung Poprad) in die Slowakei.
Chemnitz-Reitzenhain-Prag-Bratislava: Von Chemnitz aus bietet
sich auch die Anreise
auf der B174 über Zschopau, Marienberg und den Grenzübergang
Reitzenhain und
in Tschechien auf der R7 über Chomutov, Louny und Slany nach Prag an.
Dort darf
kein Fernlastverkehr die Grenze passieren, so dass die Straßen von LKW
relativ
frei sind. Urteil: Die Strecke ist eine Alternative, da sie gut 60 km
kürzer ist als die Strecke über Dresden und die E55. Vom Zeitaufwand
her ist der Weg über die E55 spätestens nach Fertigstellung des letzten
Teilstücks 2015 schneller. Allerdings ist der Zeitgewinn überschaubar
und dürfte dann bei ca. 15 Minuten liegen.
Nürnberg-Amberg-Waidhaus-Prag-Grenze Westslowakei: Bei Nürnberg
(AK Altdorf) auf die A6 bis
zum Grenzübergang Waidhaus (seit Ende 2008 durchgängig befahrbar).
Auf tschechischer Seite über die Autobahn
D5 bis Prag. Urteil: Die Route ist im Moment nur für einen Besuch
grenznaher Gebiete zu Tschechien in der Westslowakei eine Alternative.
Trotz Fertigstellung der Autobahn A6 auf der deutschen Seite bis zur
Grenze und der
Autobahn um Plzeò ist diese Route in die Slowakei trotzdem (noch) nicht
wirklich zu empfehlen, da ein Anschluss zwischen Tschechien und der
Nordslowakei
fehlt und mit dem Weg über die A3 und Österreich eine bessere
Alternative in
Richtung Bratislava zur
Verfügung steht.
(Köln-Frankfurt-Nürnberg)-Regensburg-Passau/Suben-Linz-Slowakei: Die
Standard-Strecke für viele Slowakei-Urlauber. Auf der A3 bis Passau und
in Österreich
auf der A8 bis Linz. Die Autobahnen sind gut ausgebaut, aber auch gut
befahren.
Auf dieser Strecke ist das Fahren in den Ferienzeiten (vor allem im
Sommer) oft
mit Staus verbunden. Frühzeitiges Losfahren hilft da nur bedingt etwas.
Wochenendfahrten (ab Freitag) vermeiden, lieber einen Tag früher
losfahren und
noch mal irgendwo übernachten. Außerhalb der Ferienzeiten kommt man
meist gut
durch. Urteil: Von mir selbst oftmals gefahren, die Strecke ist
einwandfrei.
Abstriche wegen Staurisiko. Trotzdem empfehlenswert, zumal die meisten
Reisenden
ohnehin am «Nadelöhr» Nürnberg (es kreuzen sich die Autobahnen A3, A9
und
A6) vorbei müssen. Dahinter sinkt das Staurisiko wieder.
In
der linken Navigation finden Sie Unterkünfte auf dem Weg in die
Slowakei. Geben Sie einfach den Namen des Ortes und das Datum ein.
(Karlsruhe-Stuttgart)-München-Bad Reichenhall/Salzburg-Linz: Auf
der A8
bis Bad Reichenhall und in Österreich auf der A1 bis Linz. Es gilt im
Prinzip
das gleiche wie für die A3 über Regensburg bis Linz. Staugefahr ist
quasi
jeden Tag bei PF-Ost/Heimsheim und um das Kreuz Stuttgart sowie um
München.
Urteil: Bis Stuttgart ist die A8 in schlechtem Zustand, wird jedoch
gerade
sechsspurig ausgebaut. Die Bauarbeiten behindern den Verkehr zur Zeit
zusätzlich.
Ab Stuttgart ist ebenfalls mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Sehr
frühes
Aufstehen lohnt hier, denn wer bis ca. sechs Uhr an Stuttgart
vorbei kommt,
wird auch auf dem Rest der Strecke in der Regel gut durchkommen. 2008
wird auf
der A8 auch zwischen Stuttgart und München gebaut. Hier sind auch
außerhalb
der Ferienzeiten Staus zu erwarten. Daher ist die Strecke von Stuttgart
über
die A81 und A6 nach Nürnberg und von dort weiter über die A3 eine echte
Alternative, auch wenn sie ca. 15 km länger ist.
Prag-Bratislava: Die Autobahn D1 verbindet die beiden Hauptstädte
Prag und
Bratislava. Es handelt sich um die erste Autobahn die schon zur Zeit
der
ehemaligen Tschechoslowakei gebaut wurde. Urteil: Die Strecke wird von
einem
Leser von Slowakei-Net.de als hervorragend bewertet.
In Tschechien müssen alle Fahrzeuge ganzjährig auch tagsüber mit
Abblendlicht fahren! Ersatzbirnen sind mitzuführen. Fahrer von
gewerblich
genutzten Kfz müssen eine Warnweste mitführen und diese anlegen, wenn
sie das
Fahrzeug außerhalb geschlossener Ortschaften verlassen und sich auf
Fahrbahn
oder Randstreifen aufhalten. Die 7-Tages-Vignette kostet für Tschechien
umgerechnet ca. 9 Euro.
Linz-Bratislava: Auf der Autobahn A1 bis Wien und dann über die
A21, A2
und A23 auf die A4 bis Abfahrt Bruck/A6. Über die neu gebaute A6 zum
Grenzübergang Kittsee/Jarovce.
Der Autobahn-Grenzübergang ist durchgehend geöffnet. Es existiert noch
ein zweiter Grenzübergang im Ort Kittsee, der aber
nur zwischen 6 und 22 Uhr geöffnet ist. Dieser ist allerdings für den
Durchgangsverkehr unter normalen Bedingungen ohne Bedeutung. Alternativ
können Sie von Wien kommend die Autobahn
an der Abfahrt Fischamend verlassen, um über die alte E58 zum
Grenzübergang Berg/Petržalka
zu gelangen.
Urteil: Um Wien herum ist viel Verkehr. Auf dem Stadtring gilt Tempo 80
was gut klappt, es gibt kaum Staus. Mit dem Neubau der S1 «Wiener
Außenring»
ist eine Umfahrung des Engpasses «Knoten Prater» hinzugekommen. Achten
Sie auf das Zeichen «SK» auf den
Hinweistafeln, dann sollten Sie gut durchkommen. Seit der
Fertigstellung der A6
zwischen Bruck und der Grenze Kittsee/Jarovce ist auch der letzte
Engpass
verschwunden. Achten Sie in Österreich auf die streng überwachten
Geschwindigkeitsbegrenzungen!
Alternativroute:
Dresden/Bautzen-Bytèa: A4 bis AS Weißenberg. Über Löbau
(Ortsumfahrung) Richtung Seifhennersdorf (Grenze). In Tschechien über
Varnsdorf
nach Svor. Ab dort auf der E442 bis Bytèa (Slowakei). Diese Strecke ist
die
kürzeste Strecke aus Mitteldeutschland Richtung Tatra und führt durch
eine landschaftlich reizvolle
Gegend. Also
eine Strecke für den weniger eiligen Reisenden.
Aus dem Nordosten Niederösterreichs:
Am 6.7.2005 wurde am Grenzübergang Hohenau (A) - Moravský Svätý Ján
(SK) eine neue 132 Meter lange Brücke eröffnet. Die alte Brücke hatte
eine Gewichtsbeschränkung von 3,5 Tonnen und war bei Hochwasser der
March (Morava) immer wieder gesperrt. Der Grenzübergang ist von 6.00
bis 22.00 Uhr geöffnet.
Sollten Sie weitere Erkenntnisse zu Fahrtrouten in die Slowakei haben,
so nehmen
wir diese gerne hier auf. Auch in diesem Bereich verändert sich in der
Slowakei
und an den Grenzen zur Slowakei derzeit viel.
In der Slowakei
Zunächst einige Hinweise: In der Slowakei dürfen Sie mit PKW auf
Autobahnen
130, auf Landstraßen 90 und innerhalb von Ortschaften 50 km/h (ab 1.
Februar 2009) fahren.
Abweichend davon dürfen Busse und Motorräder auf Autobahnen nur 110
bzw. 90
km/h fahren. LKW haben auf Autobahnen und Landstraßen eine
Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h einzuhalten. Autobahnen sind mit
dem Kürzel
«D» bezeichnet, Fernverkehrsstraßen mit dem Kürzel
«R». Die Lebensadern
der Slowakei sind neben der D1 in der Regel die einspurigen
Fernverkehrsstraßen, die in
der Regel zugleich Europastraßen sind. Diese haben in der Regel
zweistellige
Nummern. Straßen mit dreistelligen Kürzeln sind untergeordnete
Hauptstraßen,
die Sie auf längeren Strecken meiden sollten. Straßen ohne Nummerierung
sollten Sie nur im Ausnahmefall benutzen, oder für die letzten
Kilometer, wenn
keine bessere Straße zum Ziel führt. In der nachfolgenden Tabelle
erhalten Sie
einen Überblick über die verschiedenen Straßen-Kategorien. Die Spalte
«ca. Ø-km/h» gibt Ihnen einen ungefähren Anhaltspunkt, wie
schnell Sie auf den einzelnen Straßen-Kategorien voran kommen.
Straßen-Kategorien:
| Kat. |
Bezeichnung |
Übersetzung |
Kürzel |
ca. Ø-km/h |
| 1 |
Dia¾nica |
Autobahn |
D (+ Nr.) |
120 |
| 2 |
Rýchlostná cesta |
Schnellstraße |
R (+ Nr.) |
90 |
| 3 |
Hlavná cesta |
Hauptstraße, 1. Kategorie |
(nur 2-stellige Nr.) |
65 |
| 4 |
Hlavná cesta |
Hauptstraße, 2. Kategorie |
(nur 3-stellige Nr.) |
50 |
| 5 |
Hlavná cesta |
Hauptstraße, 3. Kategorie |
(ohne Nr.) |
40 |
| 6 |
Ved¾ajšia cesta |
Neben- und Ortsstraßen |
(ohne Nr.) |
30 |
Je nach Tageszeit herrschen auch große Unterschiede in der benötigten
Zeit. In
den frühen Morgenstunden und sonntags kommt man recht gut voran. Spät
abends
und in der Nacht gilt natürlich das gleiche. Zu allen anderen Zeiten
ist mit
dichtem Verkehr zu rechnen, wobei LKW und zeitweise auch Traktoren das
Vorwärtskommen behindern.
Wenn Sie durch die
Slowakei fahren, so nutzen Sie möglichst die Autobahnen, Schnellstraßen
oder Hauptstraßen der Kategorie 1 (siehe oben, Tabelle
«Straßen-Kategorien»).
Meiden Sie so weit es geht alle Nebenstraßen und vermeintliche
Abkürzungen auf Straßen geringerer Priorität, vor allem wenn diese
Straßen durch
bergige Gebiete mit eingezeichneten Steigungen führen. Sie dürfen
sicher sein, dass Ihnen diese «Abkürzung» keinen
Zeitgewinn verschaffen wird. Benutzen Sie auf längeren Fahrten soweit
möglich
nur Autobahnen oder Europastraßen. Insgesamt steigt das
Verkehrsaufkommen
in der Slowakei stetig an.
Ortschaften werden mit einem
weißen Schild gekennzeichnet, Ortsausfahrten mit dem durchgestrichenen
Schild.
In den Ortschaften gilt ein Tempolimit von 60 km/h (ab 1. Februar 2009
gelten 50
Km/h) sofern nicht anders
angegeben, auch wenn der Ort nur auf einer Seite der Straße liegt und
es
aufgrund der Geschwindigkeiten, die von den Einheimischen gefahren
werden, so
aussieht als dürfe man schneller fahren. Beachten Sie, dass die
Geschwindigkeiten inzwischen sehr häufig von der Polizei kontrolliert
werden.
Bei Überschreitungen werden Bußgelder bis ca. 220 Euro fällig.
 |
 |
In der Slowakei müssen alle Fahrzeuge ganzjährig auch tagsüber mit
Abblendlicht fahren! Seit dem 1. November 2006 besteht zudem eine
Warnwestenpflicht. Diese muss mitgeführt und bei Unfällen oder Pannen
außerhalb
geschlossener Ortschaften und auf Autobahnen angelegt werden, wenn Sie
das
Fahrzeug verlassen und sich auf der Fahrbahn bzw. dem Randstreifen
aufhalten. Für
jeden Fahrzeuginsassen ist eine eigene Warnweste mitzuführen. Dies gilt
auch für Motorradfahrer. Zuwiderhandlungen werden mit Bußgeld
bestraft!
Bei Verstößen gegen die Lichtpflicht werden mindestens 30 Euro fällig,
es können aber auch rund 60 Euro sein. Bei Verstößen gegen die
Warnwestenpflicht werden mindestens 50 Euro fällig. Die Promillegrenze
in der
Slowakei liegt bei 0,0 ‰. Bei Missachtung der Promillegrenze drohen
Strafen bis 480 Euro und zwei Jahre Führerscheinentzug. Alle
Fahrzeuginsassen müssen
einen Sicherheitsgurt anlegen. Zuwiderhandlungen werden mit 64 Euro pro
Person
bestraft.
Navigationsgeräte müssen so angebracht sein, dass sie das Sichtfeld des
Fahrers nicht beeinträchtigen. Zur Zeit gibt es eine Regelung, dass
Navigationsgeräte nicht in der Mitte der Windschutzscheibe angebracht
werden dürfen,
wobei «Mitte» nicht genauer definiert ist. Diese Regelung ist
allerdings stark umstritten und es kommt u.U. noch zu Änderungen.
Bei winterlichen Verhältnissen gilt seit 1.
Februar 2009 die Winterreifenpflicht. Polizeieinsätze sind ab 1.
Februar 2009
nur noch dann kostenlos wenn ein Personenschaden oder ein Sachschaden
von
mindestens 4.000 Euro vorliegt, ansonsten können dem Unfallverursacher
170 Euro
für in Rechnung gestellt werden. Es gibt Empfehlungen von
Automobilklubs, bei
geringeren Sachschäden auf das Rufen der Polizei zu verzichten.
Bußgelder, die in der Slowakei fällig
werden, können auch in Deutschland und Österreich vollstreckt werden!
Benzin-Preise in der Slowakei:
natankuj.sme.sk/?go=vyhladavanie
 |
Slowakische Autobahnschilder haben einen
grünen Hintergrund. Für den deutschen Touristen mag die Tatsache, dass
Schilder für Landstraßen einen blauen Hintergrund haben, anfangs etwas
gewöhnungsbedürftig sein, da er in Deutschland die blaue Farbe mit den
Autobahnschildern assoziiert.
Grün = Autobahn
Blau = Landstraße |
Planung: Bis 2011 sollte die Nordautobahn über Prešov nach Košice
vollständig fertig gestellt sein.
Vor allem die Arbeiten rund um das schwierige
Teilstück bei Žilina und das anschließende Stück Richtung Martin
verzögerten
den Bau. Ursprünglich war dem Hyundai/Kia-Konzern bereits bis
2006 eine vollständige Autobahn-Anbindung Žilinas zugesagt worden, die
dann
erst Ende 2007 teilweise umgesetzt wurde. 2008 wurde das letzte kleine
Teilstück
vor Žilina fertig gestellt, so dass Žilina nun wenigstens von
Bratislava
kommend vollständig angeschlossen ist. Die Vergangenheit hat gezeigt,
dass
Planungen immer wieder verschoben wurden. Inzwischen wird der
Fertigstellungstermin der oben genannten Trasse
mit 2015 bis 2020 angegeben. Andererseits zwingt der
immer dichter werdende Verkehr die Verantwortlichen zum Handeln, denn
immer öfter
bilden sich auf den Landstraßen - vor allem stadteinwärts - Staus.
Entfernungen zwischen den 15 größten Städten finden Sie in unserer
Entfernungstabelle.
In Bratislava
In Bratislava gibt es seit einigen Jahren eine Stadtumgehungs-Autobahn.
Ein
kurzes Stück der Verbindung führt noch durch die Vorstadt Petržalka,
ist aber physisch vom Stadtverkehr getrennt, der rechts und links
dieser Trasse
fährt. Die
Innenstadt Bratislavas bleibt dem Durchreisenden somit erspart. Ampeln
gibt es
auf dieser Strecke keine mehr. Die Geschwindigkeit ist aber wie auf dem
Wiener
Stadtring auf 80 km/h begrenzt und im Berufsverkehr ist die Strecke
sehr stark
ausgelastet. In
Planung ist auch eine vollständige Umgehung, vermutlich ab Kittsee um
Bratislava herum bis nach Senec. Dies wäre eine wirkliche Verbesserung
für den
Durchgangsverkehr in Richtung Žilina oder Banská Bystrica.
Besucher Bratislavas sind nicht nur wegen dem starken Verkehr
gefordert, sondern
auch wegen den schlechten Straßenverhältnissen. Eventuell steigt man
lieber
auf den Bus um, wenn man sich innerhalb Bratislavas fortbewegt. Taxis
sollte man
nicht anhalten, sondern telefonisch über die Zentrale ordern. Ansonsten
kann
der Preis schon mal höher ausfallen als normal.
Richtung Ostslowakei
In den Osten der Slowakei führen
zwei Hauptrouten. Für viele Ziele in der Slowakei ergibt sich die Wahl
der
Route von selbst, da in der Landesmitte höhere Berge eine gute
Verbindung
zwischen beiden Routen verhindern. Der Wechsel zwischen beiden Routen
ist somit
bestenfalls noch zwischen Žiar und Martin über die R3 möglich, danach
erst
wieder zwischen Košice und Prešov über die D1
Die Autobahn D1 Richtung Žilina und Prešov
Die Nordroute Bratislava - Trenèin - Žilina - Poprad - Prešov
führt u.a. in die Hohe Tatra. Auch Košice ist über die Nordroute
von Prešov
aus erreichbar.
Die D1 führt von Bratislava bis nach Žilina. Die Lücke bei Považská
Bystrica
ist mittlerweile auch geschlossen. Dort führt eine 40 Meter hohe Brücke
quer über
die Stadt. Weitere Autobahnkilometer
bestehen zwischen Ivachnová (kurz hinter Ružomberok) bis hinter Poprad
bei Jánovce. Dort wird in Richtung Prešov weitergebaut. Vor allem die
Umgehung
von Svit und Poprad hat zuletzt zeitliche Vorteile gebracht.
Hinter Spišské Podhradie wurde am 29.6.2003 der Tunnel unter dem
Gebirgspass
Branisko eröffnet. Wegen gestiegener Kosten und
Problemen bei den Zulieferern war die Eröffnung des ersten slowakischen
Straßentunnels immer wieder verschoben worden. Die Brandkatastrophen in
verschiedenen europäischen Tunneln machten zudem bessere
Sicherheitsstandards
erforderlich, die während des Baus entsprechend angepasst wurden. Eine
Aufstellung über die Tunnel der Slowakei bietet die
Seite
www.lotsberg.net/data/slovakia/list.html.

|
Bis Mitte 2003 quälten sich
Lastwagen und PKW über den Gebirgspass Branisko... |

|
Am 29.6.2003 wurde der
Autobahntunnel unter dem Pass eröffnet. Er sorgt seitdem für mehr
Sicherheit auf dieser Strecke und natürlich für eine schnellere
Verbindung. Der Tunnel ist 4.975 Meter lang und wird von mehr als 6.000
Fahrzeugen pro Tag durchfahren. Die Geschwindigkeit ist auf 80 km/h
begrenzt. Dass über 40% der Fahrzeuge LKW sind, zeigt wie wichtig der
Bau des Tunnels war. Denn die LKW waren zu früheren Zeiten auf dem Pass
nicht nur eine Verkehrsbehinderung, sondern sie verleiteten auch zu
gefährlichen Überholmanövern. Vom ADAC bekam der Tunnel Branisko die Note
«sehr gut». Das Risiko wird als mittel eingestuft, was sich vor allem
aus dem Gegenverkehr und dem hohen LKW-Anteil ergibt. Den gesamten Test
können Sie auf der ADAC-Website
nachlesen. |
Die Südroute über Nitra, Zvolen, Rimavská
Sobota und Rožòava
Die
Route über
Nitra, Zvolen, Rimavská Sobota und Rožòava (auf der E571) führt fast
ausschließlich über normale Hauptstraßen und Fernverkehrsstraßen.
Vor allem bis Nitra und um Zvolen wurde diese Strecke jedoch in den
letzten
Jahren ebenfalls erheblich ausgebaut. In
Richtung Košice ist eine Fahrt über die E571 dadurch etwas schneller
als über
die Nordroute. Der Verkehr um Žilina hat inzwischen so stark
zugenommen, dass diese Strecke in den
Süd-Osten oder nach Košice momentan nicht zu empfehlen ist. Wer weiter
in den Osten muss, kann davon ausgehen, dass
Košice über
die Südroute etwas schneller zu erreichen ist, als über die Nordroute,
d.h. die Südroute ist auch für die Südost-Slowakei oder den Weg in die
Ukraine die schnellere Strecke. Das könnte sich allerdings mit der
vollständigen
Fertigstellung der Autobahn-Umgehung von Žilina und dem Lückenschluss
bis zum
nächsten Teilstück hinter Ružomberok auf der Nordroute ändern.
Aus dem Alltag auf der Straße
Die Slowakei hat
auf den Straßen ein Problem: Immer mehr Kraftfahrzeuge
unterschiedlicher
Baujahre und PS-Stärke tummeln sich unter Traktoren und Lkw’s. In den
Ortschaften gibt es oft immer noch keine Bürgersteige, so dass die
Fußgänger am
Straßenrand herumlaufen – bei Tempo 50 bis 70, das dort oft gefahren
wird,
nicht ohne Risiko. Grundsätzlich geht es den Slowaken – wie wohl den
meisten
Autofahrern auf dieser Welt – nie schnell genug.
Wer genau nach Vorschrift
fährt, darf sich über überholende Autos nicht wundern. Überholt wird
selbst dann, wenn es knapp werden könnte, man geht dann eben davon aus,
dass
der Gegenverkehr bremst. Der oftmals auf Fernverkehrsstraßen zur
Verfügung
stehende halbe Seitenstreifen wird ebenfalls ausgenutzt. Selbst
innerhalb der Ortschaften wird überholt. In den letzten Jahren werden
allerdings verstärkt
Verkehrskontrollen - vor allem Geschwindigkeitskontrollen -
durchgeführt.
Dadurch und weil es heute mehr Autobahnkilometer gibt, hat sich die
Situation
etwas gebessert. Auf Landstraßen ist dagegen meist soviel Verkehr, dass
ein Überholen
wesentlich seltener möglich ist als früher. Trotzdem gibt es nach wie
vor
solche Szenen, die früher zur Tagesordnung gehörten:
 |
Überholen vor der Kurve? Nein? Doch!
OK, hier würden im Notfall schon mal drei Autos aneinander vorbei
passen ...
|
 |
Würden Sie hier überholen?
Nein, wir schildern hier keine Einzelfälle...
Dieses und das nächste Bild wurden innerhalb einer Minute aufgenommen. |
 |
Jeder darf mal. Warum also nicht auch Busse?
Wie der PKW-Fahrer hinter dem Bus noch den möglichen Gegenverkehr sehen
will, wird allerdings sein Geheimnis bleiben...
Für alle Mitfühlenden: in dieser Situation ist nichts passiert. |
Slowakei-Net.de rät zur besonnenen Fahrweise. Die Slowaken sind
ortskundig und
kennen die Gefahren der Strecke. Lassen Sie sich deshalb nicht von der
ortsüblichen Fahrweise anstecken und zu unüberlegten Überholmanövern
hinreißen. Lassen
Sie drängelnden Fahrzeugen Platz zum Überholen und überholen Sie selbst
nur,
wenn Sie absolut sicher sind, dass dies möglich ist, vor allem im
Dunkeln.
Rechnen Sie bei entsprechend breiter Straße mit überholendem
Gegenverkehr und
fahren in solchen Fällen äußert rechts. Ansonsten ist vor allem bei
Dunkelheit ein kleiner Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand
ratsam, da Radfahrer zum Teil ohne Beleuchtung auf der Landstraße
fahren und dann oft erst im letzten Moment zu erkennen sind.
Bahnübergänge in der Slowakei sind oftmals unbeschrankt. Es ist üblich
nach
links und rechts zu sehen. Auf die Funktionstüchtigkeit der Warnleuchte
sollten
Sie sich nicht verlassen. Vor Bahnübergängen gilt eine
Höchstgeschwindigkeit
von 30 km/h. In letzter Zeit werden auch Straßenschäden auf Landstraßen
zu
einem immer größeren Problem. Lassen Sie Sicherheitsabstand zum
Vordermann und
rechnen Sie mit Schlaglöchern.
Landes-Aufkleber
Ab dem 1. Mai 2004 muss der EU-Bürger an seinem Fahrzeug keinen
Landes-Aufkleber mehr an seinem
Fahrzeug anbringen, vorausgesetzt, er hat an seinem Fahrzeug ein
EU-Kennzeichen mit integriertem
Länderkürzel montiert.
Tankstellen, Vignetten
Bleifreies Benzin gibt es an jeder Tankstelle auch in kleinen
Ortschaften
(Bezeichnung «Natural»). Die Tankstellen haben in der Regel Mo-Fr
6-20 Uhr und Sa 8-20 Uhr geöffnet. An den Fernstraßen und in großen
Städten
auch rund um die Uhr. Es werden meist Kreditkarten und/oder die
Maestro-Card
akzeptiert. Die Benzinpreise
liegen 2010 ca. 10-15% unter denen in Deutschland.
Benzin-Preise
in der Slowakei:
natankuj.sme.sk/?go=vyhladavanie
Autogastankstellen gibt es landesweit. Flüssiggas (LPG) ist meist mit
ECO
bezeichnet. Für die Betankung benötigt man einen Adapter
(DISH-Anschluss).
Autobahn-Vignetten gibt es an
etlichen Tankstellen entlang der Mautstrecken, vor allem im grenznahen
Bereich,
in Postämtern und an den Grenzübergängen. An den Tankstellen in
Bratislava
direkt hinter der Grenze zu Österreich erhält man überall Vignetten.
| Art |
Jahr |
1 Mon. |
7 Tage |
| Kraftfahrzeuge bis 3,5 t |
50,00 |
14,00 |
7,00 |
Die Maut wird für alle Autobahnen (Kürzel «D» + Nr.) und Schnellstraßen
(Kürzel
«R» + Nr.) erhoben.
Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t müssen in der
Slowakei auch für Hauptstraßen eine Vignette kleben. Die
gebührenpflichtigen Abschnitte sind mittels Ergänzungsschildern mit der
Aufschrift: «s úradou nad 3,5 t» - «with Payment over 3,5 t» - «
Vignettenpflicht über 3,5t» gekennzeichnet. Streckenabschnitte auf
Autobahnen und Schnellstraßen ohne Maut sind ggf. mit dem Hinweis «bez
úhrady» gekennzeichnet. Motorräder sind von der Vignettenpflicht
befreit.
Die Jahresvignette ist vom 1.1. bis 31.1. des
Folgejahres gültig. Die restlichen Varianten gelten ab dem gelochten
Datum.
Stand: 1.1.2011
Seite
der nationalen Autobahngesellschaft |
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Höchstgeschwindigkeiten / Promillegrenze
Höchstgeschwindigkeiten: Autobahnen 130 km/h, Landstraßen 90 km/h,
innerorts
50 km/h (die frühere Grenze 60 km/h gilt nicht mehr)
Promillegrenze: 0,0
Weitere Kurzinformationen finden Sie in der Rubrik
Wissenswertes.
Auszug aus dem Strafenkatalog
Alkohol am Steuer: bis 360 Euro
20 km/h zu schnell: 20 Euro
Rotlichtverstoß: ab 20 Euro
Überholverstoß: ab 20 Euro
Parkvergehen: ab 20 Euro
Fahren ohne Licht: 60 Euro, reduziert z.B. an hellen Tagen 30 Euro
(hängt von
der Einschätzung der Polizeibeamten ab)
Nicht angegurtet auf der Landstraße: 50 Euro
Blinker nicht gesetzt: 30 Euro
Auto-Diebstahl und -Einbruch
In Bratislava sollten Sie ihr Fahrzeug auf einem bewachten Parkplatz
abstellen.
Auch in den Urlaubsgebieten sind bewachte Parkplätze vorzuziehen. Wie
überall
gilt, dass man im Auto keine offen sichtbaren Dinge, vor allem keine
Wertsachen
zurücklassen sollte.
Letzte Änderung: 30.11.2011
