Wirtschaft

Slowakei – Wirtschaft

Zu Zeiten der Tschechoslowakei waren in der Slowakei die Metallindustrie, die chemische Industrie, die Rüstungsindustrie und die energieerzeugende Industrie die Säulen der Wirtschaft. Die Slowakei galt als Waffenschmiede des Warschauer Pakts. Rund 60% der der unter dem Begriff Maschinenbau zusammengefassten Unternehmen gehörte zur Waffenindustrie. Dies änderte sich seit dem Umbruch im Jahre 1989 grundlegend. Der Dienstleistungssektor hat in den Jahren nach 1991 stark zugelegt, ging aber Ende der 90er Jahre wieder leicht zurück. Die Industrieproduktion sank von 61% des BIP im Jahre 1991 auf 24,3% im Jahre 2000.

Ähnlich wie in Deutschland ist die Automobilindustrie mittlerweile eines der Zugpferde der slowakischen Wirtschaft. 2015 wurden über 1 Mio. Fahrzeuge produziert. Volkswagen in Bratislava, PSA Peugeot Citroen in Trnava sowie KIA in Žilina sind drei wichtige Autobauer in der Slowakei. Im Jahr 2018 soll noch Jaguar dazukommen.


Infrastruktur

Die Verbesserung der Infrastruktur, die mit der Teilprivatisierung und Modernisierung der Telekommunikation (durch die Deutsche Telekom) im Jahr 2000 ihren Anfang nahm, soll fortgesetzt werden. Autobahnen und Schnellstraßen werden erweitert. Die Sanierung des Bankensektors soll ein weiterer Faktor für das wirtschaftliche Gleichgewicht in der Slowakei werden.


Löhne und Gehälter

Der Durchschnittslohn in der Slowakei betrug 2015 ca. 880 Euro, der Mindestlohn liegt ab 1.1.2017 bei 435 Euro.